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Sukow: Tier wurde nur drei Jahre alt : Trauer um die kleine Schnüffelnase

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Plötzlich lag die Hündin von Silvia Jahr aus Sukow mit Krämpfen im Körbchen: Der Jack Russell Terrier überlebte die Vergiftung nicht

Und dann ging alles ganz schnell. Noch am Morgen war Silvia Jahr mit der kleinen Jack-Russell-Hündin spazieren, einige Stunden später lag Peggie japsend im Körbchen und krampfte. „Es tut schon weh, seinen Hund so leiden zu sehen“, erzählt die Sukowerin Silvia Jahr.

Ihre Tochter Liesa Jahr kam von der Arbeit nach Hause und entdeckte die Hündin apathisch auf ihrem Lieblingsplatz liegen. Dann bemerkte die 28-Jährige, dass die dreijährige Hündin krampft und erbrochen hatte. „Ich habe dann meine Mutter angerufen, damit sie schnell nach Hause kommt“. Die beiden Frauen fuhren mit der Hündin sogleich zum Tierarzt ihres Vertrauens nach Goldenstädt. „Als der Hund in meine Praxis kam, hatte er einen Kreislauf-Zusammenbruch“, berichtet Tierarzt Norbert Meinke. Für eine Herzattacke sei die dreijährige Hündin zu jung gewesen. Alles deutete auf eine Vergiftung hin. Der Tierarzt behandelte das Tier, stellte die Prognose einer 50-prozentigen Überlebenschance für die weiteren Stunden.

„Ich habe Peggie die ganze Nacht im Arm gehalten, aber es hat nichts gebracht. Sie ist dann gestorben“, so Silvia Jahr. Eine bittere Tatsache. Seit rund 20 Jahren hat die Familie aus Sukow immer einen Hund als Haustier gehabt. Noch nie sei ihnen etwas Derartiges passiert. Woher die Vergiftung kommt, kann sich Silvia Jahr nicht erklären, nur mutmaßen, dass es beim Spazierengehen passiert ist. „Peggie ist immer in die Büsche gelaufen, vielleicht hat sie da etwas aufgeschnappt“, so die Rentnerin. Tierarzt Meinke kann ebenfalls keinen eindeutigen Befund nennen. Rattengift schließt er aufgrund der Symptome aus, auch dass die Hündin Putzmittel oder Ähnliches aufgeschnappt hat. „Eine sichere Diagnose, was den Hund vergiftet hat, gibt es nur durch eine toxikologische Untersuchung“, so der Tierarzt, der bereits seit 30 Jahren im Beruf ist und einige Vergiftungen behandelt hat.

Ihr Tier zur Obduktion freigeben wollte Silvia Jahr nicht. „Ich habe mich dagegen entschieden, weil das Peggie auch nicht zurückbringt“, so die 60-Jährige. Sie hat Anzeige gegen Unbekannt bei der Polizei erstattet.

Bürgermeister Horst-Dieter Keding kann sich in 23 Jahren Amtszeit nicht daran erinnern, dass jemals ein Hund in Sukow vergiftet worden wäre. Auch Tierarzt Meinke kann von keinen Fällen in jüngster Zeit berichten. Er gibt den Tipp, Hunde anzuleinen. Einen Ersatz für Peggie möchte Silvia Jahr nicht. Der plötzliche Tod ist noch zu präsent.

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