Traktor fällte Mast der Stromleitung zwischen Stralendorf und Walsmühlen

Glück im Unglück:  Bei der spektakulären Havarie gestern Mittag blieb es bei Sachschäden und kurzzeitgen Stromausfällen in der  Region. Fotos: Jens Schwarck
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Glück im Unglück: Bei der spektakulären Havarie gestern Mittag blieb es bei Sachschäden und kurzzeitgen Stromausfällen in der Region. Fotos: Jens Schwarck

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27. Juli 2013, 04:34 Uhr

Walsmühlen | So einen Unfall hat es im Bereich der Wemag seit der Wende noch nicht gegeben: Mittwoch Mittag fuhr ein Traktor beim Pflügen eines abgeernteten Getreidefeldes zwischen Walsmühlen und Stralendorf gegen einen etwa 25 Meter hohen Gittermast der Stromleitung - und fällte diesen. 110 Kilovolt Strom liegen hier normalerweise drauf. Es ist die Hauptleitung zwischen Schwerin-Görries und Wittenburg. "Zum Glück lief alles glimpflich ab", zeigt sich Wemag-Pressesprecher Jost Broich mann erleichtert. "Es wurde niemand verletzt - weil unsere Sicherungssystemene funktioniert haben." Denn als die Leitung gegen 12.30 Uhr den Boden berührte, wurde der Stromfluss automatisch unterbrochen. Die Restspannung reichte zwar noch aus, um Getreidestoppeln zu entzünden. Aber Feuerwehrleute waren schnell am Unglücksort und löschten die Flammen.

Auch Beamte des Hagenower Polizeireviers waren da bereits am Ort des Geschehens. Ihnen gegenüber gab der Traktor-Pilot an, dass das Fahrzeug mit GPS-Steuerung unterwegs gewesen war. Warum es dennoch zur Kollision mit dem Strommast kommen konnte, ist noch unklar.

Gespürt haben diese Havarie die Stromkunden in der Region. "So ein plötzlicher Stromabfall führt zwangsläufig zu Schwankungen im Netz", erläutert Broichmann. In einigen Dörfern war die Stromversorgung unterbrochen - manchmal nur ganz kurz, im schlimmsten Fall bis zu 90 Minuten. "Gegen 14 Uhr hatte jeder Haushalt wieder Strom", so Broichmann. Dass es keine größeren Störungen gab, hängt mit der neuen 110-kV-Leitung zusammen, die parallel zum Neubau der 380-kV- Letung zwischen Schwerin und Hamburg errichtet wurde. Seitdem gibt es hier eine Ringleitung, die so dass die Stromversorgung sofort umgestellt werden konnte.

Davon unabhängig soll jetzt so schnell wie möglich eine provisorische Halterung für die 110-kV-Leitung zwischen Stralendorf und Walsmühlen errichtet werden. Ein neuer Mast muss später aufgestellt werden. Broichmann gibt den Gesamtschaden allein für die Wemag mit 300 000 Euro. Die Polizei beziffert den Schaden am Traktor auf 20 000 Euro.

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