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Taufe in Schwerin : Traditionszug hat nun einen Namen

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Taufe am Museumstag: Eisenbahnfreunde entschieden sich für „Meckelborger Isenbahn“. SVZ-Leser machten 200 Vorschläge

von
erstellt am 23.Mai.2016 | 05:00 Uhr

Nun steht es fest: „Meckelborger Isenbahn“, so heißt der Traditionszug der Mecklenburgischen Eisenbahnfreunde, die in diesem Jahr das 25-jährige Bestehen feiern. Mehr als 130 Leser unserer Zeitung hatten sich an dem Namenswettbewerb beteiligt und rund 200 Vorschläge eingereicht. Gestern – am Internationalen Museumstag – gaben die Eisenbahnfreunde ihre Entscheidung bekannt und ehrten mit Carmen Krooß aus Grambow und Roland Verwiebe aus Schwerin gleich zwei Hauptgewinner.

Ja, der neue Name ist eine Art Kombination aus zwei Vorschlägen. Carmen Krooß hatte beim Wettbewerb mehrere Ideen beigesteuert, unter anderem „De Meckelbörger Dampfmaschin“. Roland Verwiebe war mit „De oll Mecklenbörger“ ins Rennen gegangen. „Wir haben uns für eine Verbindung dieser beiden Vorschläge entschieden“, sagte Reinhard Mattenklott von den Mecklenburgischen Eisenbahnfreunden. Dabei herausgekommen sei „Meckelborger Isenbahn“. Der plattdeutsche Name verrate die Herkunft des Zuges, werde aber trotzdem in ganz Deutschland verstanden, so Mattenklott.

Carmen Krooß und Roland Verwiebe durften den Traditionszug gestern nicht nur gemeinsam mit Vize-Vereinschef Ralf Strich taufen, sondern bekamen bei der Feierstunde auf dem Gelände des Mecklenburgischen Eisenbahn- und Technikmuseums am Hauptbahnhof auch noch einen Preis: Bei nächster Gelegenheit können sie gratis einen Familienausflug mit der „Meckelborger Isenbahn“ machen. Freude auch bei den vier Zweitplatzierten beim Namenswettbewerb: Sie haben einen kostenlosen Besuch im Bahnmuseum gewonnen.

„Ich bin total begeistert und freue mich jetzt auf den Ausflug mit meinen Enkeln“, sagte Carmen Krooß. Auch Roland Verwiebe steht schon in den Startlöchern: „Ich komme aus einer alten Eisenbahnerfamilie“, verriet der 56-Jährige. Seit seiner Kindheit habe er den Geruch von Dampflokomotiven in der Nase. „Einer Dampflok sieht man an, dass sie arbeitet, und wenn man aufpasst, dann hört man sie sogar sprechen“, sagte Verwiebe.

So wird der Schweriner auch genau hinhören, wenn er mit dem Museumszug auf Tour geht, gezogen von der Dampflokomotive 91 134, gebaut im Jahr 1898 in der Elsässischen Maschinenfabrik Grafenstaden und gerade erst im thüringischen Meiningen aufwändig instandgesetzt. Bei der Taufe stand allerdings eine andere Lok an der Spitze des Zuges, die 64 007, Baujahr 1928. Grund: Die 91 134 weilte am Wochenende auf Rügen, war der Star beim Bahnhofsfest in Putbus.

Wer auf die erste offizielle Ausfahrt in der neuen Saison wartet, muss sich nicht mehr lange gedulden: Am 11. und 12. Juni fährt die „Meckelborger Isenbahn“ jeweils um 10.10 Uhr vom Hauptbahnhof aus zum Hafenfest nach Wismar. Um 14.55 Uhr geht es wieder zurück nach Schwerin.

 

 

 

 

 

 

 

 

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