Mecklenburgisches Staatstheater : Tietje ist jetzt ein Schweriner

Lars Tietje ist seit dem 1. August Generalintendant und Geschäftsführer der Mecklenburgisches Staatstheater GmbH.
Lars Tietje ist seit dem 1. August Generalintendant und Geschäftsführer der Mecklenburgisches Staatstheater GmbH.

Neuer Theaterintendant ist mit seiner Familie in die Landeshauptstadt gezogen und will künftig zur Arbeit radeln

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26. August 2016, 12:00 Uhr

Der neue Intendant des Mecklenburgischen Staatstheaters, Lars Tietje, wohnt jetzt in Schwerin. Zu Beginn des Sommers ist er mit seiner Familie – Ehefrau und drei Söhne – von Thüringen nach Mecklenburg-Vorpommern umgezogen und hat eine Wohnung in Ostorf genommen. „Ich konnte aus dem Fenster sogar Aida hören“, erzählt er lachend. Wichtig sei ihm der kurze Weg zum Theater, seiner Arbeitsstätte, den er künftig in der Regel mit dem Fahrrad zurücklegen will. Derzeit ist er aber noch dabei, sein neues Büro herzurichten. Denn die alte Einrichtung gehörte größtenteils seinem Vorgänger Joachim Kümmritz.

„Ich bin mir sicher, dass wir uns hier in Schwerin wohlfühlen werden“, sagt Tietje. Denn er habe sich ganz gezielt für den Intendanten-Job in Mecklenburg-Vorpommerns Landeshauptstadt beworben, weil er es nicht nur reizvoll finde, dieses Theater zu leiten, sondern auch, weil die Familie diese Entscheidung gern mittrage. „Meine Frau kommt aus einer Segelschulenfamilie, deshalb sollte es schon Norddeutschland sein und Schwerin ist optimal.“ Und ihr Beruf als Gesundheitswissenschaftlerin und freiberufliche Dozentin passe auch hervorragend ins Gesundheitsland MV.

Und dann gäbe es noch ein weiteres Detail, das für den Norden spräche. „Ich bin HSV-Fan“, verrät Tietje. Er sei sogar Vereinsmitglied, berichtet der in Celle geborene 49-Jährige. Doch ins Stadion komme er höchstens ab und zu mal. „In meinem Beruf hat man nicht viel Freizeit.“ Außerdem sei einer seiner Söhne Bayern-Fan und komme nur ungern mit zum HSV. Die Kinder haben ohnehin viel Freiraum. So hätten sich bei der Wahl ihrer neuen Schule in Schwerin alle drei für unterschiedliche Bildungseinrichtungen entschieden. „Der Große geht aufs Goethegymnasium, der Mittlere aufs Pädagogium und der Kleine zur Montessorischule“, erzählt Tietje. Die Drei würden sich schon auf ihre neuen Schulen freuen – so wie er auf seinen neuen Job.

„Alle sind gespannt und neugierig, natürlich auch das Schweriner Theaterpublikum. Jetzt wird es wirklich Zeit, dass wir loslegen können“, sagt der Generalintendant. Sein Konzept: „Wir wollen durch ein breit gefächertes Angebot möglichst viele Leute ansprechen, etwas für alle Geschmäcker bieten.“

Das spiegele sich schon zum Auftakt der neuen Spielzeit im Programm des Schauspiel-Premierenwochenendes vom 23 bis 25. September wider: Goethes „Faust“, Bulgakows „Hundeherz“ und Kleists „zerbrochener Krug“. Bereits am 16. September startet das Junge Staatstheater Parchim mit der Premiere von „Auf ein Bier am Klavier“ in die neue Spielzeit. In der Theatergaststätte präsentiert das junge Ensemble dem Publikum seine Lieblingslieder.

„Wir halten an bewährten und beliebten Formaten fest“, betont der neue Intendant. Fest eingeplant sei bereits das Weihnachtsmärchen mit erstmals 44 Vorstellungen, in denen Pinocchio Abenteuer erlebt. Auch das Theaterfest Ende Januar werde es wieder geben, verspricht Tietje. Ebenso wie spartenübergreifende Inszenierungen. „Die Proben für ,My fair Lady‘ haben bereits begonnen.“

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