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Zeitung für die Landeshauptstadt

20. November 2017 | 22:14 Uhr

Spendensammlung : Tierpark setzt auf „Leomanie“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Zoo-Gespräch: Verkauf von Kunststoff-Modellen soll dabei helfen, das Geld für eine neue Löwen-Anlage zusammenzubekommen

von
erstellt am 07.Mai.2015 | 12:00 Uhr

Der Umbau des Nashorn-Geheges – wichtigstes Projekt in diesem Jahr – hat noch gar nicht begonnen, da plant der Schweriner Zoo bereits seine nächste große Baumaßnahme: eine neue Löwen-Anlage. Etwa fünf Millionen Euro soll das Vorhaben kosten, bei dem auch der gesamte Eingangsbereich mit umgestaltet wird. Der Tierpark setzt auf die Hilfe vom Land, aber auch auf die Unterstützung von Sponsoren, die sich an der Aktion „Leomanie“ beteiligen und symbolisch einen Kunststoff-Löwen erwerben.

Wo jetzt noch Strauße und Windhunde streifen, kurz hinter dem Zoo-Haupteingang, sollen sich von 2017 an die richtigen Löwen tummeln. „Gleichzeitig bekommt die gegenüberliegende Afrika-Savanne mit ihren Giraffen und Zebras ein verändertes Gesicht“, sagt Zoo-Direkter Dr. Tim Schikora. Das Besondere: Durch ein neues Gebäude, das auf der einen Seite die Löwen, auf der anderen die Tiere der Savanne beherbergt, werden beide Areale miteinander verbunden und für die Besucher erlebbar gemacht. „Auf dem Dach wird es außerdem eine Aussichtsplattform geben“, kündigt Schikora an.

Das alte Terrarium am Rand der jetzigen Afrika-Savanne soll für das neue – lichtdurchflutete – Gebäude weichen. „Schlangen, Eidechsen, Amphibien und Insekten werden aber ebenfalls im künftigen ,Löwen-Haus‘ zu sehen sein“, erklärt der Zoo-Direktor. Die Strauße würden bei Giraffen und Zebras mit einziehen, für die Windhunde werde noch ein Plätzchen gesucht.

Fest steht allerdings schon jetzt: Heinrich, derzeit einziger Löwe im Tierpark der Landeshauptstadt, muss nicht seine Koffer packen. „Er behält sein Gehege in der Nähe unserer Festwiese als Altersruhesitz“, sagt Schikora. Dem 17-jährigen Löwen sei ein Umzug nicht mehr zuzumuten. „Für die neue Anlage halten wir Ausschau nach einem jüngeren Löwen-Pärchen, denn wir wollen unbedingt einen Beitrag zur Zucht leisten“, so der Zoo-Direktor.

Das Land habe bereits eine Förderung für die Planungskosten zugesagt, berichtet Schikora. Und er ist zuversichtlich, dass der Zoo dann auch auf eine Unterstützung bei den Baukosten hoffen darf. Einen Eigenanteil werde der Tierpark freilich aufbringen müssen, um die von 2016 an geplanten Arbeiten zu finanzieren, dabei helfen soll die „Leomanie“.

Ähnlich wie bei der „Claramanie“, als Nashorn-Modelle verkauft wurden, um Geld für den modernen Stall der Dickhäuter zusammenzubekommen, werden Löwen-Skulpturen angeboten, die nach individuellen Vorstellungen bemalt oder bekleidet werden können. „Tierfreunde, ob Privatleute oder Unternehmer, können so ihre Verbundenheit mit dem Zoo zum Ausdruck bringen“, erläutert Schikora.

Insgesamt 50 Löwen-Modelle zum Preis von je 1250 Euro will der Zoo zunächst unter die Leute bringen. Die erste Skulptur hat sich bereits das Schlosspark-Center gesichert und vom Verein „Bürger für Crivitz“ in den Schweriner Farben bestricken lassen (wir berichteten). Der Löwe hat für die Stadt durchaus Symbolkraft. Schließlich war es der mächtige Welfenfürst Heinrich der Löwe, der Schwerin 1160 gegründet hat.

 

 

 

 

 

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