Einsatz für Schwerin : Tierfreunde helfen beim Zoo-Putz

Zehn Kubikmeter Schlamm holten die Helfer mit Eimern aus dem Graben und befüllten damit einen ganzen Container.
Zehn Kubikmeter Schlamm holten die Helfer mit Eimern aus dem Graben und befüllten damit einen ganzen Container.

Mehr als 80 Freiwillige machen den Tierpark sauber, THW unterstützt das Entschlammen der Flammingo-Anlage

23-11371792_23-66107978_1416392486.JPG von
19. März 2018, 11:45 Uhr

Der Zoo knüpft an alte Traditionen an: Vor 62 Jahren fanden sich hunderte Schweriner im NAW, dem Nationalen Aufbauwerk, zusammen, um in dem Waldstück zwischen Faulem See, Crivitzer Chaussee und Franzosenweg einen Heimat-Tiergarten anzulegen. Jetzt am Wochenende kamen wieder viele Schweriner zum freiwilligen Arbeitseinsatz in den Zoo.

„Ich hatte in den vergangenen Monaten mehrfach gehört, dass Zoo-Freunde uns auch außerhalb von Vereinsaktivitäten helfen wollen“, erklärte Direktor Tim Schikora zum Hintergrund der Aktion. Dennoch war er erstaunt über die große Resonanz am Sonnabend. Etwa 80 Freiwillige waren trotz eisiger Temperaturen gekommen, um bei Frühjahrsputz mitzumachen.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen relevanten Inhalt einer externen Plattform, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich einfach mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder ausblenden.

 Externen Inhalt laden

Mit Aktivierung der Checkbox erklären Sie sich damit einverstanden, dass Inhalte eines externen Anbieters geladen werden. Dabei können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen

 

„Es hat großen Spaß gemacht, auch wenn es ein bisschen kalt ist“, sagte der 14-jährige Carlo. Er ist gemeinsam mit anderen Mädchen und Jungen in der Jugendgruppe des Schweriner THW und machte gern beim Einsatz mit. „Wir haben uns schon um 7.30 Uhr getroffen und sind seit 9.30 Uhr hier im Einsatz“, berichteten Ben und Marcel stolz und Lara ergänzte: „Wir haben eine Eimerkette gebildet und gemeinsam mit anderen Helfern ziemlich viel Schlamm aus der Flamingo-Anlage abtransportiert.“

„Insgesamt waren wir mit 16 Mann im Einsatz“, berichtete Michael Lucht vom THW. Er hatte mit seinen Kollegen bereits vergangene Woche damit begonnen, den Graben vor der Flamingo-Anlage mit Sandsäcken abzusperren und das Wasser abzupumpen. Das geplante Entschlammen am Sonnabend stellte sich indes trotz der vielen Helfer als schwierig heraus. Denn der Modder war tief. Als Schikora abrutschte, stand er bis zum Bauch im Schlamm. Doch der guten Stimmung tat das keinen Abbruch.

„Unser Zoo ist in den 50er-Jahren durch gemeinsame Arbeit vieler Schweriner entstanden. Das sollte man fortsetzen. Die öffentliche Hand kann nicht alles bezahlen“, sagte Birgit Peters. Ihre Freundin Martina Simon ergänzte: „Ich finde es schön, dass Schwerin so einen fantastischen Zoo hat. Damit er auch weiterhin so attraktiv ist, ist bürgerschaftliches Engagement gefragt“, betonte die Schwerinerin. Und auch Neu-Schweriner halfen mit: Muluebrnas, Meaza, Adhanon, Beraki und Elias aus Eritrea säuberten unter anderem die Känguru-Anlage. „Wir leben jetzt in Deutschland und wollen in unserer neuen Heimat mithelfen“, erklärte Muluebrnas und die anderen Flüchtlinge nickten zustimmend.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen