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Zeitung für die Landeshauptstadt

18. Dezember 2017 | 21:08 Uhr

Schwerin : Ticket per Mobiltelefon zahlen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Carsharing und Handy-Parken: Konzept der Landeshauptstadt sieht Alternativen zu neuen Parkhäusern vor

svz.de von
erstellt am 14.Aug.2017 | 20:30 Uhr

Fritz Müller (Name von der Redaktion geändert) ist verärgert. „Ich hatte in den vergangenen Wochen gleich drei Strafzettel an meinem Auto hängen“, erzählt der Schweriner am Heißen Draht der Redaktion. Einen habe er bekommen, weil er auf dem Bürgersteig geparkt habe. „Die Situation der Parkplätze in der Innenstadt ist meiner Meinung nach eine Katastrophe. Außer in den Parkhäusern der beiden Einkaufs-Center findet man kaum Platz, um sein Auto abzustellen“, klagt der Rentner. Wie einige andere Schweriner ist Müller mit der aktuellen Parksituation in der Landeshauptstadt nicht zufrieden. Die Stadtverwaltung hält jedoch dagegen – mit einem Konzept und Alternativen für die Zukunft.

„Unsere eigenen Zählungen haben ergeben, dass die durchschnittliche Auslastung der privaten Parkhäuser bei 70 Prozent liegt“, heißt es bei der Stadt. Dort seien also in der Regel noch genügend Plätze frei, um den Wagen zu parken, und das kostengünstig, ergänzt eine Sprecherin. „In der Regel kann man dort in der Anfangszeit kostenlos parken. Das sorgt für Entlastung auf den Stellplätzen im öffentlichen Straßenraum.“ Neben den verschiedenen Hochgaragen in der Innenstadt könnten Einheimische und Touristen auch die Park-and-Ride-Plätze, etwa an der Sport- und Kongresshalle, zum Abstellen nutzen. „Wie bei den Parkhäusern besteht hier meistens ebenfalls keine komplette Auslastung, es bleiben noch Plätze frei“, erklärt die Sprecherin.

Dennoch spielen weitere Parkhäuser eine Rolle in den Überlegungen der Verwaltung. „Die Ergebnisse des aktualisierten Parkkonzeptes müssen wir abwarten“, sagt die Sprecherin. „Aber schon jetzt ist klar: Der Parkhausbau konzentriert sich auf punktuelle Entlastungen.“

Als Ausgleich zu fehlenden Flächen, auf denen zusätzliche Parkplätze entstehen könnten, sieht das Parkkonzept der Verwaltung Alternativen vor. So sollen in Zusammenarbeit mit dem städtischen Nahverkehr neue Maßnahmen wie „Carsharing“ eingeführt werden, heißt es aus der Stadtverwaltung. Beim „Carsharing“ werden Autos gemeinschaftlich geteilt, die Abrechnung erfolgt minuten- beziehungsweise kilometerabhängig. „Außerdem sprechen wir gerade über die Einführung des ,Handyparkens‘. Damit können Autofahrer ganz bequem mit einer App ihre Parkgebühren abbuchen lassen und müssen nicht extra einen Automaten suchen“, sagt die Stadtsprecherin. Damit einher geht auch die geplante Zusammenlegung der Parkzonen B und C sowie der Zonen E und F im Oktober. „Aktuell befinden wir uns in Gesprächen mit den Ortsbeiräten. Wir hoffen, dass die neue Parkstruktur die Parkmöglichkeiten der Bewohner verbessert.“


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