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Vom „Tatort“ ans Staatstheater : Thorsten Merten ist der ABV im Sonnenallee-Musical

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Staatstheater holt im Februar für seine neue Inszenierung den bekannten Fernseh-Schauspieler nach Schwerin

svz.de von
erstellt am 20.Jan.2014 | 22:00 Uhr

Schauspieler Thorsten Merten ist derzeit einer der gefragtesten Künstler seiner Branche. Er stand gerade im Fernsehfilm „Der Turm“ vor der Kamera, spielte mit Uwe Steimle bei „Sushi in Suhl“, war in diversen „Tatorten“ zu sehen, drehte in Serien wie „Wilsberg“, „Donna Leon“, „Der Dicke“, „Küstenwache“ oder „Ein starkes Team“. Das Schweriner Filmfestpublikum kennt ihn aus den Dresen-Filmen „Weites Land“ und „Halbe Treppe“. Jetzt kommt Merten, der bis 2004 am Mecklenburgischen Staatstheater engagiert war, wieder nach Schwerin: Er wird in Ralph Reichels Musical „Sonnenallee“ die Rolle des ABV übernehmen. Ein Stück, das 25 Jahre nach dem Mauerfall sicher Stoff für Diskussionen liefern wird. Angelehnt an den gleichnamigen Film von Thomas Brussig, Detlev Buck und Leander Haußmann wird DDR-Geschichte komödiantisch zugespitzt thematisiert.

Eine Herausforderung, die Merten reizt. Ebenso wie das Treffen alter Kollegen. „Ich bin gern hier, denn ich kenne alle. Mit den meisten habe ich auch schon zusammen gespielt. Und es macht einen Riesenspaß. Denn es ist immer wieder erstaunlich, wie gut das Schweriner Ensemble ist“, sagt der Schauspieler anerkennend, der auch an der Volksbühne und dem Berliner Maxim-Gorki-Theater engagiert war. „Es ist ein schmaler Korridor, auf dem sich das Schweriner Schauspiel bewegen muss. Sich zwischen modernem Theater und tradierten Publikumserwartungen zu positionieren, ist eine enorme Herausforderung“, sagt Merten. Dies sei auch einer der Gründe, warum er die Verbindung nach Schwerin nie habe abreißen lassen. So tauchte er in den vergangenen Jahren immer mal wieder in Gastrollen auf, etwa als Geist in „Hamlet“. Doch ein festes Engagement am Staatstheater kommt für ihn derzeit nicht in Frage. „Dafür bin ich zu sehr im Film eingebunden. Und so eine große Nummer bin ich dann doch nicht, dass die Filmleute meinetwegen Drehtage verlegen würden“, sagt Merten lachend. Deshalb habe es gut in seinen Zeitplan gepasst, jetzt im Februar am Stück in 13 Vorstellungen zu spielen.

Die Arbeit mit Regisseur Reichel lobt Merten ausdrücklich: „Ich habe mit Ralph schon mehrfach zusammengearbeitet. Er ist sehr klar in seiner Linie, macht eindeutige Ansagen und lässt dennoch Freiraum für Kreativität. Das passt.“ Dass er in Reichels Inszenierung keine Hauptrolle, sondern nur eine kleine als ABV, also als Abschnittsbevollmächtigter der Volkspolizei, bekommen hat, stört ihn nicht. Ganz im Gegenteil: „Das ist ein Stück von jungen Leuten. Das muss auch so besetzt werden. Und Peter Dehler hat doch ausgezeichnete junge Schauspieler hierher geholt. Ich bin mir total sicher, dass dieses Musical ein Kracher wird“, sagt Merten. Und schmunzelnd fügt er hinzu: „Dafür sorgt mit Sicherheit schon die Musik von John Carlson. Die geht total ab.“ Und dazu tragen auch noch weitere zusätzliche Darsteller bei, die Reichel ins Boot geholt hat: die Band von Carlson, der Kinderchor des Goethegymnasiums, die Tänzer und Statisten.

Premiere hat „Sonnenallee – Das Musical“ am Valentinstag, dem 14. Februar. Weitere Vorstellungen folgen am 15, 18. bis 22. sowie 27. und 28. Februar und am 1. März jeweils um 19.30 Uhr sowie am 16. und 23. Februar und am 2. März um 18 Uhr im Großen Haus. Eine Einführungsmatinee gibt es am 9. Februar um 11 Uhr im Konzertfoyer.

 

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