Schweriner Köpfe : Theater zieht junge Leute

Jennifer Sabel spielt  im Stück „Liliom“ die weibliche Hauptrolle – hier mit Titelheld Martin Brauer.
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Jennifer Sabel spielt im Stück „Liliom“ die weibliche Hauptrolle – hier mit Titelheld Martin Brauer.

Schauspielerin Jennifer Sabel ist gern nach Schwerin gekommen und spielt gleich in sechs Stücken

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03. April 2017, 23:34 Uhr

„Schwerin hat ein richtig tolles Theater. Und außerdem ist die Nähe der Stadt zu Hamburg und Berlin sehr reizvoll“, sagt Jennifer Sabel. Die junge Schauspielerin ist zu Beginn der Spielzeit aus Bremerhaven ans Mecklenburgische Staatstheater gewechselt und total zufrieden. „Ich habe das keine Sekunde bereut“, sagt sie.

Das liegt vor allem an der Arbeit. Denn Jennifer Sabel spielt in sechs Inszenierungen parallel und hat mit der „Julie“ in „Liliom“ nicht nur eine Haupt-, sondern auch eine Traumrolle. „Es ist ein Stück über junge Leute und die Liebe, also total aktuell“, beschreibt sie. Und es habe die ganze Bandbreite dessen zu bieten, was damit einhergehe: überschwängliches Glück und tiefe Verzweiflung, Einsamkeit und Zweisamkeit, Hoffnung und Mut, Unfähigkeit und Tragik. „Es ist ein Stück, das jeden anspricht“, versichert Jennifer Sabel.

An der Schweriner „Liliom“-Inszenierung gefällt ihr zudem eine Besonderheit, die sie an diesem Theater schon mehrfach schätzen gelernt habe: spartenübergreifendes Arbeiten. „Das Schauspiel wird mit Musik bereichert, die speziell für diese Inszenierung komponiert wurde“, erläutert sie. Reizvoll findet sie zudem die Lichtspiele und die Kulissen. „Die Gesamtkomposition stimmt. In Schwerin wird klassisches Theater mit Modernität kombiniert“, fasst sie beeindruckt zusammen.

Außerdem schätzt sie am Mecklenburgischen Staatstheater die Freiräume. „Ich finde die Studiobühne genial. Da können wir uns richtig ausprobieren und entdecken“, sagt sie lachend und verweist auf das Projekt „Erde an Rio“, eine musikalische Lesung über die Sehnsucht, die gerade Premiere hatte. Mitglieder des Schauspielensembles hatten sich mit der Musiklegende Rio Reiser auseinandergesetzt.

Zu erleben ist Jennifer Sabel derzeit auch noch in vier weiteren Stücke: „Faust“, „Angekommen“, „Galilei“ und „Ab jetzt ist Ruhe“. Kommt sie da mit den Texten nicht manchmal durcheinander? „Nein, überhaupt nicht“, betont sie. „Das ist der Zauber der Bühne: Du schlüpfst in das Kostüm, gehst in die Maske und bist ein anderer Mensch, wenn sich der Vorhang hebt, nämlich die Person, die du spielst.“

Und wenn sie nicht spielt? „Ich liebe das Wasser“, sagt die junge Frau. Das sei auch ein Grund dafür gewesen, nach Schwerin zu kommen. „Ich schwimme sehr gern. Das ist in Naturseen wie dem Schweriner traumhaft.“




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