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Zeitung für die Landeshauptstadt

23. November 2017 | 10:34 Uhr

NipPle-Jesus : Theater spielt im Museum

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Gemeinsames Projekt „Nipple-Jesus“ richtet sich an junge Leute und hinterfragt Rolle von Kunst in der Gesellschaft

von
erstellt am 31.Okt.2014 | 23:17 Uhr

Das Stück „Nipple-Jesus“ des englischen Kult-Autors Nick Hornby kommt jetzt in Schwerin auf die Bühne. Genauer gesagt: Es wird im Museum aufgeführt. So wird die Kooperation von Theater und Museum vorangetrieben und zugleich sollen junge Leute näher an Kunst herangeführt werden. „Wir wollen den Diskurs. Was kann Kunst, was darf Kunst, welche Rolle soll sie in der Gesellschaft spielen? Dafür bietet sich dieses Stück ideal an“, sagt Regisseur Ralph Reichel.

Worum geht es bei „Nipple-Jesus“? Eine ganze Stadt gerät in Aufruhr, weil im Museum eine Jesus-Collage aus Bildern von Brustwarzen ausgestellt wird. Deshalb bekommt sie Sonderbewachung von Museumswärter Dave, einem früheren Türsteher, den Kunst nicht sonderlich interessiert. Doch durch die Auseinandersetzung der Museumsgäste um „sein“ Bild beginnt er, sich mit Nipple-Jesus und dem Streit der Besucher zu beschäftigen und bezieht schließlich eine eigene Positionen.

„Theater bewegt. Unsere Aufgabe ist es, die Menschen zur Auseinandersetzung mit aktuellen Fragen anzuregen. Dafür bietet dieses Stück viele Möglichkeiten. Es verbindet darstellende und bildende Kunst“, erklärt Theaterpädagogin Nadine Lipp. „Und dadurch, dass wir rausgehen aus dem Theater an den authentischen Ort, das Museum, wird der Reiz der Aufführung zusätzlich erhöht.“

Regisseur Reichel hat seine Inszenierung so angelegt, dass sich insbesondere auch junge Leute direkt angesprochen fühlen. Er hat mit Özgür Platte einen Schauspieler für die Hauptrolle ausgewählt, der die Figur des Museumswärters sehr überzeugend ausfüllen kann.

„Ich habe mich sehr darüber gefreut, diese Rolle zu bekommen. Sie hat sehr viele Facetten und schauspielerische Möglichkeiten. Und ich habe noch nie zuvor einen ganzen Abend solo gemacht. Das ist eine echte Herausforderung“, betont Platte.

Mit „Nipple-Jesus“ werde die gut funktionierende, kreative Partnerschaft der pädagogischen Bereiche des Theaters und des Museums fortgesetzt, sagt Chefdramaturg Ralph Reichel. Die beiden Pädagoginnen Nadine Lipp und Birgit Baumgart bieten Schülern eine Einführung in das Stück an oder eine Diskussion im Anschluss an die Aufführung.

Premiere hat „Nipple-Jesus“ am 7. November um 19.30 Uhr im Staatlichen Museum. Gespielt wird im oberen zentralen Saal, wo schon öfter Theater gemacht wurde. Vorab haben Pädagogen am 5. November die Möglichkeit, sich das Stück in einer offenen Probe anzuschauen. Treffpunkt ist um 15.45 Uhr am Museumseingang.

Weitere Aufführungen folgen am 9. November um 15 Uhr und am 10. November um 10 Uhr. Darüber hinaus ist es möglich, für Schulklassen zusätzliche Termine zu organisieren. Anfragen sind an Stefanie Brandt unter der E-Mail-Adresse gruppenservice@theater-schwerin.de zu richten.

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