Schwerins Schauspielhaus : Theater hat verlässliche Freunde

Volles Haus beim Festakt: Die Theatergesellschaft hat mehr als 1150 Mitglieder.
Volles Haus beim Festakt: Die Theatergesellschaft hat mehr als 1150 Mitglieder.

Gesellschaft der Freunde des Mecklenburgischen Staatstheaters feiert 25-jähriges Bestehen und den Intendanten Joachim Kümmritz

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21. März 2016, 16:00 Uhr

Kunst kostet Geld, doch Theater spielt, weil Bürger es wollen. Und in Schwerin und der Region sind es viele, die so denken. Das zeigte sich bei der Festveranstaltung zum 25. Jahrestag der Gründung der Gesellschaft der Freunde des Mecklenburgischen Staatstheater. Das Große Haus war voll und die Liste der Festredner lang.

„Das Wichtigste von diesen 25 Jahren ist für mich die Beziehung der Menschen zum Theater. Völlig zu Recht sprechen viele Schweriner von ihrem Theater. Und das ist richtig so“, sagte Generalintendant Joachim Kümmritz. „Wir sind miteinander im Gespräch und das soll auch künftig so sein.“

„Theater bleibt, wenn Bürger sich dafür einsetzen“, betonte der Vorsitzende der Theatergesellschaft, Dr. Michael Jungrichter. „Das volle Haus heute ist für mich ein Beleg dafür.“ Jungrichter übergab Kümmritz symbolisch den Scheck für die letzte Rate von insgesamt 100 000 Euro für die neue Tontechnik im Haus. Er erinnerte daran, dass die Theaterfreunde bereits mehr als 720 000 Euro für nachhaltige Projekte am Theater bereitgestellt hatten, wie etwa für ein neues Inspizientenpult, für die Restaurierung des historischen Schmuckvorhangs, des Glockenspiels und aktuell der Donnermaschine.

In der Reihe der Freunde des Theaters steht auch das Land, versicherte Dr. Christian Frenzel, Chef der Staatskanzlei der Landesregierung. Er überbrachte persönliche Grüße des Ministerpräsidenten und des Kultusministers und die Zusicherung, dass das Land das Theater, die Theaterfreunde und deren Bürgerstiftung unterstützen werde.

Dafür dankte ihm Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow, die die nun gute Zusammenarbeit von Land und Landeshauptstadt in Sachen Theater hervorhob. Sie lobte, dass durch die neue Gesellschafterstruktur, die am 1. August wirksam wird, das Haus endlich langfristig in sicherem Fahrwasser sei. So könne es seine wichtige Rolle in der kulturellen Bildung erfüllen. Dabei leisteten auch die Theaterfreunde einen großen Beitrag mit ihrer Jugendarbeit. „Das hat wesentlich zur Verankerung unseres Theaters in der Stadtgesellschaft beigetragen“, so Gramkow. Der Jugendtheaterclub bewies das mit einem brandaktuellen Stück zu Demokratie und Toleranz.

Das Festprogramm bereicherten zudem mehrere Preisträger des Ekhof-Preises und weitere Ensemble-Mitglieder sowie Joachim Kümmritz als charmanter Entertainer. Dafür wurde er mit stehenden Ovationen gefeiert – und natürlich auch für sein unglaubliches persönliches Engagement für das Theater.

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