Schweriner Kleingärten : Test für Entsorgung in Schweriner Datschen

Bringen die Kennzeichnung am neuen Grünschnittcontainer im Kleingartenverein Erholung an: SDS-Bereichsleiter Axel Klabe und Kleingartenvereinschef Nicolas Schlegel (r.).
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Bringen die Kennzeichnung am neuen Grünschnittcontainer im Kleingartenverein Erholung an: SDS-Bereichsleiter Axel Klabe und Kleingartenvereinschef Nicolas Schlegel (r.).

Container für Grünabfälle steht jetzt im Verein Erholung – auch Papier, Wertstoffe und Müll werden eingesammelt

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11. März 2016, 04:45 Uhr

Abfälle aller Art sollen möglichst nahe an den Orten eingesammelt werden, an denen sie anfallen. Diese Regelung soll künftig auch in den Kleingartenvereinen der Landeshauptstadt umgesetzt werden. Der Eigenbetrieb SDS – Stadtwirtschaftliche Dienstleistungen Schwerin – startet jetzt in Kooperation mit dem Kleingartenverein Erholung ein Pilotprojekt. Das Ziel: Die Machbarkeit der Entsorgung von Abfällen aus den Parzellen in der Anlage zu prüfen.

325 Parzellen gehören zum Kleingartenverein Erholung, einem der größten in der Landeshauptstadt. Noch liegt winterliche Ruhe über den Beeten. Doch schon in Kürze werden die derzeit 306 Pächter ihre Lauben für die Saison klar machen und mit den ersten Arbeiten in ihren Gärten beginnen. „Deshalb haben wir in Zusammenarbeit mit der SAS schon vor dem eigentlichen Saisonstart einen Container für Grünabfälle in der Anlage aufgestellt“, sagt SDS-Bereichsleiter Axel Klabe.

Bevor die Obstbäume und Sträucher austreiben, fällt erfahrungsgemäß noch eine Menge Grünschnitt an. Dieser kann nun in Absprache mit den jeweiligen Abteilungsleitern in dem 38 Kubikmeter fassenden Großcontainer an Ort und Stelle entsorgt werden, erklärt Nicolas Schlegel, der Vorsitzende dieses Kleingartenvereins in Nähe der Sport- und Kongresshalle.

Die Bemühungen, Container in den Anlagen aufzustellen, laufen bereits seit drei Jahren. Doch sowohl in den Mitgliedsvereinen des Kreisverbandes der Gartenfreunde Schwerin als auch in der Kommunalpolitik gab es einigen Abstimmungsbedarf. „Die rechtliche Lage ist eindeutig: Auch in Anlagen der Freizeitnutzung entsteht Abfall. Das ist absolut unstrittig. Die bisherigen Gespräche orientierten sich daher mehr an Mengen und der Art der Entsorgung“, so Axel Klabe. Doch es wurden Lösungen gefunden. So stehen jetzt am Rand des Kleingartenvereins verschlossene Behälter für verschiedene Abfallarten: Papier kommt in die bekannte blaue Tonne. Für Leichtverpackungen steht ein Behältnis mit gelbem Deckel bereit. Restabfall landet in der schwarzen Tonne. Diese nehmen für die Dauer eines halben Jahres und somit für die Zeit, in der die Parzellen maßgeblich genutzt werden, die Abfälle auf. Die Tonnen werden während dieser Zeit regelmäßig entleert.

„Gartenabfälle stellen natürlich das Gros des Abfallaufkommens dar. Deshalb steht der entsprechende Container mitten in der Anlage. Das wird auf eine gute Resonanz stoßen“, ist Nicolas Schlegel überzeugt. „Ich bin sicher: Wir werden gemeinsam zeigen, dass diese Form funktioniert und für alle umsetzbar ist. So können die Kleingärtner, die auf ihren Parzellen einen erheblichen Teil des Stadtgrüns pflegen, noch stärker zum Schutz der Natur beitragen.“

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