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Schweriner Erfolgsgeschichte : Technologiezentrum rappelvoll

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Weil Raumkapazitäten im TGZ restlos ausgeschöpft sind, bauen drei Unternehmen im benachbarten Park eigene Firmensitze

von
erstellt am 26.Jul.2017 | 12:00 Uhr

Wenn der Geschäftsführer sein Büro räumt, verheißt das eigentlich nichts Gutes. Im Schweriner Technologie- und Gewerbezentrum (TGZ) indes bedeutet es genau das Gegenteil: Klaus Seehase, seit vielen Jahren Chef der Einrichtung, die jungen Unternehmen den Start erleichtert, zieht zwischenzeitlich in ein kleines Büro, weil derzeit jeder Raum gebraucht wird. „Das TGZ ist rappelvoll, unsere Kapazitäten sind restlos ausgeschöpft“, berichtet der Geschäftsführer. Selbst auf Fluren und in Konferenzräumen stapeln einige Firmen schon ihre Erzeugnisse und Maschinen, weil kein Platz mehr ist.

Doch Entspannung ist in Sicht: „Drei Firmen gehen demnächst raus. Sie bauen schon an ihren neuen Firmensitzen auf unserer Erweiterungsfläche, auf der sich bereits Planet IC sehr wohl fühlt“, sagt Liesbeth Homp, stellvertretende Geschäftsführerin und Marketing-Chefin des TGZ. Die Human med AG hat ein 6000 Quadratmeter großes Grundstück erworben. Sie hat bereits ein eigenes Gebäude im ersten Bauabschnitt, will jedoch die Produktion erweitern. Das Unternehmen machte schon vor Jahren mit seinem Wasserstrahlskalpell Schlagzeilen. Es produziert und vertreibt wasserstrahlassistierende Geräte für die plastische und ästhetische Chirurgie.

Das zweite Grundstück auf der Erweiterungsfläche des TGZ hat die Mekofe Feinmechanik Schwerin GmbH erworben. Dort, direkt an der Mettenheimerstraße gelegen, sollen künftig Prototypen und Kleinserien von mechanischen Konstruktionen für die Industrie hergestellt werden. „Wir freuen uns, dass das Unternehmen am Standort bleibt“, betont Homp. Und schmunzelnd fügt sie hinzu: „Außerdem ist es eine der wenigen Firmen auf unserem Gelände, die über Gabelstapler verfügen und damit auch mal den Nachbarn unter die Arme greifen können.“

Auf dem dritten Grundstück im zweiten Teil des Technologieparks will die Leukhardt Schaltanlagen Systemtechnik GmbH bauen. 4800 Quadratmeter Fläche stehen für den neuen Produktionsstandort zur Verfügung. „Dieses Unternehmen entwickelt, plant, fertigt und montiert Niederspannungsschaltanlagen und Systeme der Verkehrstechnik und entwickelt Software für Industriesteuerungen“, erläutert Homp.

Derzeit sind auf der Erweiterungsfläche des TGZ an der Mettenheimerstraße noch 36 000 Quadratmeter verfügbar. Damit Firmen, die besonders schnell wachsen, nicht gebremst werden, bekommen die Käufer von Grundstücken im Technologiepark noch eine zweijährige kostenlos Kaufoption für Nachbarflächen. Doch auch im alten Kernbereich an der Hagenower Straße will das TGZ noch wachsen. „Wenn die Bereitschaftspolizei zum neuen Polizeizentrum in die Graf-York-Straße zieht, wollen wir das alte Kasernengelände übernehmen, kündigt Seehase an.

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