Schwerin-Lankow : Technikausbildung wird gebündelt

Sanierung oder Abriss? Die Berufsschule Technik hat einen Investitionsstau. Jetzt steht fest: Ein Neubau soll her.
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Sanierung oder Abriss? Die Berufsschule Technik hat einen Investitionsstau. Jetzt steht fest: Ein Neubau soll her.

Stadt will moderne berufliche Schule in Gadebuscher Straße bauen und Außenstandorte auflösen

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28. Januar 2016, 12:00 Uhr

Klapprige Fenster, schlechte Dämmung, veralterte Einrichtung – die berufliche Schule Technik der Landeshauptstadt befindet sich in einem erbärmlichen Zustand. Ein 25-jähriger Investitionsstau ist unübersehbar. Die Stadt sieht den Handlungsbedarf, konnte sich bislang aber nicht entscheiden, ob saniert oder neu gebaut werden soll. Doch jetzt ist die Entscheidung gefallen: Es wird einen Neubau geben.

„Wir haben in Gesprächen mit dem Wirtschaftsministerium ausgelotet, ob und in welchem Umfang und unter welchen Bedingungen wir Fördermittel bekommen können“, sagt Wirtschaftsdezernent Bernd Nottebaum. Die Beratungen seien sehr konstruktiv verlaufen. „Wir wurden ermutigt, einen Fördermittelantrag zu stellen. Das wird noch in diesem Monat passieren“, kündigt Nottebaum an. Geplant sei ein Berufsschulzentrum am alten Standort in der Gadebuscher Straße. „Wir wollen eine zukunftsfähige, nachhaltige Lösung“, betont der Dezernent. Der DDR-Plattenbau werde abgerissen und durch ein neues, großes Gebäude ersetzt, in das der vorhandene moderne Anbau integriert wird. „Wir brauchen mehr Platz, weil wir die Ausbildung konzentrieren wollen und die alten Außenstandorte in Süd, in der Brahmsstraße und in der Gadebuscher Straße 133 aufgeben werden“, fügt die Fachgebietsleiterin Schule, Manuela Gabriel, ergänzend hinzu.

Vorbild für die neue Schule könnte das gerade eröffnete Rostocker Berufsschulzentrum sein, sagt Gabriel und nennt einige Details: Statt klassischer Unterrichtsräume gibt es so genannte Lernumgebungen. Um einen Konferenztisch in der Mitte sind PC-Arbeitsplätze drum herum angeordnet. Gebraucht werden moderne Fachräume für Physik und Chemie mit Experimentiermöglichkeiten sowie Werkstätten. Aula, Mensa, Bibliothek und Aufenthaltsräume gehören ebenso zu jeder modernen Schule wie mobile Computerkabinette, wo die Schüler über WLan mit ihren eigenen Laptops oder iPads vernetzt sind. „Wenn Schwerin als Berufsschulstandort attraktiv bleiben will, brauchen wir zukunftsfähige Rahmenbedingungen. Und dazu gehören moderne Schulgebäude mit hoher Aufenthaltsqualität und attraktiven Unterrichtsbedingungen“, fasst Nottebaum zusammen.

An der beruflichen Schule Technik ist die Ausbildung in Informatik-Berufen angesiedelt wie Fachinformatiker oder Informationstechniker. Hinzu kommen mehrere Landesfachklassen für MV wie Feinwerkmechaniker, Metallbautechniker, Werkzeug- und Zerspanungsmechaniker. Zudem werden junge Leute in bautechnischen Berufen wie etwa Dachdecker ausgebildet und Kfz-Mechatroniker. Angegliedert sind außerdem berufsvorbereitende Jahrgänge. Dazu gibt es mehrere Klassen in unterschiedlichen Berufen. Vervollständigt wird die Angebotspalette durch das Fachgymnasium Technik, in dem Schüler in drei Jahren parallel Facharbeiterbrief und Abitur machen können. Insgesamt lernen an der Berufsschule derzeit rund 1700 Schüler.

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