Tag der offenen Tür im Landtag : Tausende erobern Schloss und Festsaal

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Im Schlossinnenhof herrschte gestern dichtes Gedränge. Die im Landtag vertretenen Parteien stellten sich an verschiedenen Ständen vor. Foto: Gert Steinhagen

"Hier hatte ich damals Jugendweihe", war eine Reaktion der Besucher, die zum Tage der offenen Tür in den Landtag kamen. Sie nutzten gestern die Gelegenheit, einmal einen Blick in den Festsaal des Schlosses zu werfen.

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11. Juni 2012, 10:35 Uhr

Altstadt | "Hier hatte ich damals Jugendweihe", war eine von vielen Reaktionen der vielen Besucher, die zum Tage der offenen Tür in den Landtag kamen. Sie nutzten gestern die letzte Gelegenheit, noch einmal einen Blick in den Festsaal des Schweriner Schlosses zu werfen. Bevor die Einbauten in dieser Woche abgerissen werden, kamen auch noch einmal mehrere hundert Interessenten, um sich Vorträge zum Welterbeantrag für das Schlossensemble und zum großen Schlossbrand von 1913 anzuhören.

Begrüßt wurden die rund 17 000 Gäste an den Eingängen des Schlosses mit handgemachter Musik. Dann durchstreiften sie das Haus. Sie sahen sich den Plenarsaal und die Fraktionsräume an, warfen Blicke in das Ältestenratszimmer oder auch in das Büro der Landtagspräsidentin. Auf dem Innenhof holten sich die Besucher Informationen an den Ständen der im Landtag vertretenen Parteien und nutzten die Möglichkeit, mit Politikern ins Gespräch zu kommen, oder auch nur, das Glücksrad zu drehen. Bei der SPD ging es unter anderem um die Kinderbetreuung, bei der CDU um die künftige Gerichtsstruktur und bei den Grünen um erneuerbare Energien. "Die meisten wollen aber nur einen Kugelschreiber oder ein Schlüsselband haben", beklagte ein Standbetreuer. Intensive Einzelgespräche führte der Bürgerbeauftragte des Landes, Matthias Crone. An seinem Stand in der Lobby vor dem Plenarsaal holten sich die Bürger Informationen, an wen sie sich mit ihren Problemen wenden können.

Die Landtagsbesucher nutzten die seltene Gelegenheit, um von der Niklothalle aus einen Blick über Schwerin zu werfen. Dort klickten die Fotoapparate unzählige Male. Vor dem Schloss hatten Sozialverbände ihre Stände aufgebaut und machten die Besucher mit ihren Angeboten zur Betreuung und Plege bekannt. Und für Essen und Trinken war auch reichlich gesorgt.

"Wir freuen uns über die vielen Gäste und die sehr entspannte Atmosphäre", sagte Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider. Sie selbst sah sich vielen Fragenden gegenüber und machte sogar beim "Schlauchkegeln" der Freiwilligen Feuerwehr mit. Der Trubel auf der Schlossinsel fand seine Fortsetzung auf dem Alten Garten. Rund um die Siegessäule war der nun schon traditionelle Kunsthandwerkermarkt aufgebaut. Von Bürgelgeschirr bis zu Kristallen, Schmuck und Honig reichte das Angebot. Dazu gab es Livemusik, Eis und Bratwurst. Viele Schweriner und Gäste der Stadt nutzten die Gelegenheit zu einer kurzen Entspannung bei Bier und Saft.

Pech mit dem Wetter hatten einige Anbieter am Sonnabend. Der heftige Wind hatte ihre Stände umgeweht, sodass sie abbauen mussten. Am Sonntag standen aber wieder alle Präsentationen und wurden gut besucht.

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