Spendenparlament : Tatkräftig das Ehrenamt fördern

Unterstützung für freiwillige Seniorenarbeit: Apotheker Henning Sellmann (r.) findet den Einsatz von Alexander Jöst für das „Spendenparlament“ klasse und will deshalb das Ehrenamt fördern.
Unterstützung für freiwillige Seniorenarbeit: Apotheker Henning Sellmann (r.) findet den Einsatz von Alexander Jöst für das „Spendenparlament“ klasse und will deshalb das Ehrenamt fördern.

Mitglieder des Seniorenbeirates werben bei Unternehmen Geld zur Unterstützung des „Spendenparlaments“ ein

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18. Juni 2015, 16:00 Uhr

Das Schweriner „Spendenparlament“ ist noch nicht einmal ein Jahr alt, aber schon aktiv wie ein ganz Großer. Vom Seniorenbüro und dem Seniorenbeirat erfunden, soll der Zusammenschluss zahlungskräftiger Schweriner unter der Schirmherrschaft von Stadtpräsident Stephan Nolte ehrenamtliches Engagement in der Landeshauptstadt unterstützen.

Und so funktioniert es: Unter dem Motto „mitspenden, mitentscheiden, mithelfen“ engagieren sich Schweriner im „Spendenparlament“ und befördern so Verbände, Vereine und Initiativen, die Projekte der Seniorenarbeit in Schwerin anbieten. Jeder Spender – zum Auftakt im vergangenen Oktober gewann die Vorbereitungsgruppe 16 Geldgeber – kann selbst in der Parlamentssitzung entscheiden, welches ehrenamtliche Vorhaben wie viel von seinem Geld bekommt. Stolze 4500 Euro waren so zur Premiere zusammengekommen (SVZ berichtete). Seitdem wird fleißig weiter geworben, um möglichst viele Vorhaben zu unterstützen.

Über zusätzliche Hilfe ihres ehrenamtlichen Engagements konnten sich bislang unter anderem die Grünen Damen und Herren, die in die häusliche Pflege gehen, Wunschgroßeltern, die Familien langfristig unterstützen, und die Lernhilfe für Schüler aus sozial benachteiligten Familien, die durch Senioren gegeben wird, freuen.

„Gerade diese generationsübergreifende Arbeit finde ich wichtig. Hier wird für Senioren und Kinder etwas Sinnvolles gemacht“, sagt Apotheker Henning Sellmann, der vom Seniorenbeirat nicht lange gebeten werden musste, sich im „Spendenparlament“ zu engagieren. „Vielleicht kann ich mit meiner Unterstützung ja auch einen weiteren Impuls für andere geben, sich ebenfalls sozial in ihrer Heimatstadt zu engagieren.“

Diese Einstellung kommt den ebenfalls ehrenamtlichen Helfern des Seniorenbeirats wie Alexander Jöst zugute. „Es sind oft gar keine riesigen Beträge notwendig, um viel zu bewegen“, berichtet das Mitglied des Vorstandes des Seniorenbeirates. „Wir haben insgesamt 200 Unternehmen angeschrieben und hoffen jetzt, dass möglichst viele wie Herr Sellmann denken und sich einbringen“, sagt Jöst.

Ob es eine kleine Anschubfinanzierung für ein Projekt ist oder einfach nur Fahrscheine für Senioren, die sich ehrenamtlich einsetzen – Hilfsmöglichkeiten gibt es viele. „Die Gemeinschaft muss helfen“, sagt der 70-Jährige, der ebenfalls unentgeltlich arbeitet. „Es kann doch nicht sein, dass Ehrenamtler etwas für die Gemeinschaft leisten und dafür dann noch aus eigener Tasche draufzahlen müssen.“

Das „Spendenparlament“ tritt im Übrigen am 22. Oktober um 16 Uhr im Rathaus zum zweiten Mal in seiner noch jungen Geschichte zusammen. Dann entscheiden Neu-Parlamentarier wie Henning Sellmann, wofür ihr Geld verwendet wird.

So können auch Sie helfen



Jeder Euro, der auf das Konto des „Spendenparlaments“ eingezahlt wird, fließt vollständig in ehrenamtliche Projekte in der Seniorenarbeit. Das Spendenformular gibt es im Internet unter www.seniorenbuero-schwerin.de. Wer weitere Informationen benötigt oder einen persönlichen Gesprächstermin wünscht, kann sich im Seniorenbüro unter Telefon 0385-5574962 melden. Bankverbindung: Seniorenbüro Schwerin, Deutsche Bank, Stichwort „Spendenparlament 2015“ plus Name, IBAN: DE83130700240312362700.

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