Vor dem Fest : Tannenbäume tragen rote Bänder

Als Weihnachtsbaum für gut befunden: Sigrid Hinz markiert die Nordmanntanne, die demnächst geerntet wird.
Als Weihnachtsbaum für gut befunden: Sigrid Hinz markiert die Nordmanntanne, die demnächst geerntet wird.

Mitarbeiter der Forstbaumschule Gädebehn haben die Nordmanntannen markiert, die demnächst geerntet werden

svz.de von
11. November 2014, 23:27 Uhr

Ab 1. Dezember werden auf den Flächen der Baumschule am Kölpiner Kamp – an der Landesstraße Richtung Demen – die ersten von rund 2600 Weihnachtsbäumen gefällt: 800 Fichten und 1800 Nordmanntannen. Der Großteil ist bestimmt für die Forstämter der Landesforst, die die Bäume ihren Kunden rechtzeitig vor dem Weihnachtsfest Fest anbieten, informiert Manuela Springer, Leiterin der Forstbaumschule.

Und damit die Forstwirte wissen, welche Bäume geerntet werden sollen, sind diese gekennzeichnet worden. Mit kleinen roten Laschen. „Wir haben damit beizeiten angefangen – schon im September bei Temperaturen um die 25 Grad. Das haben wir auch nicht alle Jahre“, erzählt Manuela Springer. Jeder Weihnachtsbaum wurde vorher begutachtet, ob er als solcher geeignet ist. Krumm gewachsene oder jene mit wenigen Zweigen hatten keine Chance. Sie liefern das Tannengrün für Gestecke oder Grabschmuck.

Wer seinen Weihnachtsbaum selbst schlagen will, kann dies auf dem Gelände der Baumschule am Kölpiner Kamp gern tun, versichert die Leiterin der Baumschule. „Wir haben schon Stammkunden, die sich das nicht nehmen lassen.“ Diese sind am 13. Dezember von 10 bis 15 Uhr willkommen. Die Preise für Weihnachtsbäume werden minimal angezogen. So kostet eine 1,50 Meter große Nordmanntanne 23 Euro, eine zwei Meter große 28 Euro.

Aber die Forstbaumschule Gädebehn beschäftigt sich in diesen Tagen nicht nur mit Weihnachtsbäumen. Sie liefert im Herbst junge, hier gezogene Bäume an die Forstämter aus: zwei- bis dreijährige Buchen, Eichen, Erlen sowie Douglasien und Fichten. Diese werden jetzt maschinell geerntet und gehen gleich auf die Reise zu den Forstämtern des Landes, die hier bestellt haben. Insgesamt werden im Herbst 80 000 Jungbäume auf vorbereiteten Flächen ausgepflanzt.

Um immer wieder Nachschub zu haben, kümmern sich die Gädebehner auch um den Samen. Bucheckern etwa haben sie in einem Wald bei Marnitz gewonnen – auf einem ausgewählten Standort. Die Ausbeute aber sei sehr überschaubar gewesen, so Manuela Springer. Besser war sie im Raum Radelübbe. Die Bucheckern werden in der Samendarre in Jatznick in Vorpommern aufbereitet und eingelagert. Im Frühjahr werden sie dann auf Flächen der Baumschule Gädebehn, sie ist die einzige landeseigene, ausgesät. Eicheln hingegen kommen schon im Herbst in den Boden, sie können auf Grund ihres Feuchtigkeitsgehalts nicht zwischengelagert werden.

Die Baumschule gehört seit 2013 zum Kompetenzzentrum forstliche Nebenproduktion mit Sitz in Jatznick.

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