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Stadt Crivitz will das leer stehende Gebäude erwerben : Tage der alten Kaufhalle sind gezählt

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Die Stadt Crivitz beabsichtigt, die einstige Kaufhalle am Marktplatz zu erwerben. Nach dem Abriss könnte an gleicher Stelle ein neues Verwaltungsgebäude für das Großamt Crivitz errichtet werden.

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erstellt am 05.Nov.2013 | 10:31 Uhr

Crivitz | Die Stadt Crivitz beabsichtigt, die einstige Kaufhalle am Marktplatz zu erwerben. Einen Grundsatzbeschluss dazu haben die Stadtvertreter auf der jüngsten Sitzung gefasst. Nach dem Abriss könnte an gleicher Stelle ein neues Verwaltungsgebäude für das Großamt Crivitz errichtet werden. Zur Erinnerung: Die Ämter Crivitz, Banzkow und Ostufer schließen sich zusammen, um ihre Verwaltungsarbeit effektiver gestalten zu können. Der Fusionsvertrag tritt zu Jahresbeginn 2014 in Kraft. Der Sitz des Großamtes wird Crivitz.

Im jetzigen Amtsgebäude in der Amtsstraße, das für 35 Arbeitsplätze ausgelegt ist, reicht der Platz für alle Mitarbeiter aber nicht aus. Das war von vornherein bekannt. Es muss Platz für weitere 40 Mitarbeiter geschaffen werden. In den einzelnen Arbeitsgruppen zur Ämterfusion wurde beraten, ob das Amtsgebäude einen Anbau bekommen soll oder ein separater Ergänzungsbau errichtet werden muss. Endgültig entschieden sei das noch nicht, betont der Crivitzer Bürgermeister Ulrich Güßmann. Der Vorschlag der Crivitzer, den Standort der alten Kaufhalle für den Neubau zu nutzen, wird jetzt in der großen Arbeitsgruppe der drei Ämter vorgelegt. Für den Neubau habe die Stadt aber schon mal entsprechende Standort-Möglichkeiten geprüft und eine Vorzugsvariante erarbeitet, erklärt der Crivitzer Bürgermeister. Demnach will sie die einstige Kaufhalle an der Ecke Große Straße / Markt kaufen. Das dürfte kein Problem darstellen. Derzeit gehört sie dem Diakoniewerk Neues Ufer Rampe, das die Immobilie wieder abgeben möchte, weil es keine Verwendung dafür sieht. Das Gebäude selbst müsste abgerissen werden, da es sich weder von der Bauweise noch von der Konstruktion und dem Zustand für eine Weiternutzung eignen würde. Es sei ein "städtebaulicher Missstand" und kein gutes Aushängeschild für die Stadt Crivitz.

Gleichzeitig wolle die Stadt einen Teil des angrenzenden Parkplatzes erwerben. Diese Fläche gehört einem Crivitzer Bürger. Benötigt werde das Areal als Parkmöglichkeit für Mitarbeiter und Besucher des Amtes - wenn denn der Neubau hier entsteht. Der restliche Teil des Stellplatzes soll weiterhin öffentlich genutzt werden können, erläutert der Bürgermeister. Jetzt würden die Notarverträge zum Erwerb der Immobilie und der Flächen vorbereitet. Ein Architektenbüro beschäftige sich derweil schon mit Planungsvorschlägen für ein neues Amtsgebäude.

Zeitgleich werde die Genehmigung für den Abriss der alten Kaufhalle auf den Weg gebracht. Liegt sie vor, kann die Stadt den Auftrag zügig auslösen. Güßmann rechnet damit, dass die Halle noch im Winter verschwinden wird. Dann könnte gegebenenfalls schon im Frühjahr 2014 mit dem Neubau begonnen werden. Doch jetzt müsse erst die Entscheidung der großen Arbeitsgruppe über den Standort abgewartet werden.

Für den Erweiterungsbau werden auf alle Fälle Fördermittel beantragt, so Güßmann. "Für den Neubau brauchen wir finanziell Unterstützung." Diese hatte Thomas Lenz, Staatssekretär im Schweriner Innenministerium, bei der Unterzeichnung des Fusionsvertrages im Oktober auch angekündigt. "Das wäre ein positives Zeichen für unser neues Großamt", betont der Crivitzer Bürgermeister. Zu konkreten Baukosten konnte er derzeit noch nichts sagen. Festgelegt werden müsse auch noch, wer den Erweiterungsbau finanziert - die Stadt oder das neue Amt mit den dann insgesamt 17 Kommunen. Die Tendenz sei, dass das Großamt dieses Vorhaben trägt.

Dass es künftig zwei Verwaltungsgebäude für das Großamt Crivitz geben wird, würde aus seiner Sicht kein Problem darstellen, erklärt Güßmann. Auch datentechnisch sei das zu lösen. Verständigt habe man sich in den Arbeitsgruppen aber schon, dass in dem möglichen Neubau am Marktplatz vor allem jene Verwaltungsbereiche untergebracht werden sollen, die die Bürger häufiger aufsuchen. So könnte das Bürgerbüro hier seinen Sitz finden.

Derzeit sind in den drei Ämtern Crivitz, Banzkow und Ostufer 72 Mitarbeiter beschäftigt, die alle übernommen werden.

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