Brückenabriss : Tage der alten Brücke sind gezählt

Schweres Gerät in der Wittenburger Straße: An der Eisenbahn-Überführung laufen die Vorbereitungen für den Einbau der neuen Leitungsbrücke.
Schweres Gerät in der Wittenburger Straße: An der Eisenbahn-Überführung laufen die Vorbereitungen für den Einbau der neuen Leitungsbrücke.

Großbaustelle in Wittenburger Straße wird Verkehr noch bis Jahresende beeinträchtigen – erste Bewährungsprobe am Wochenende

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01. Juni 2015, 23:32 Uhr

Die Wände der riesigen Baugrube sind gezogen. Stahlträger und Holz sorgen für Sicherheit, verhindern, dass Erdreich auf die Gleise rutscht. An der Großbaustelle bei der Eisenbahnüberführung in der Wittenburger Straße steht am Wochenende die erste echte Bewährungsprobe bevor: In der Nacht zu Sonntag wird die neue Leitungsbrücke eingebaut. „Gas, Strom, Wasser und andere Medien werden dann über die neue Brücke laufen“, sagt Bauüberwacher Stefan Reintrog von der IBD Ingenieurgesellschaft in Raben Steinfeld.

Bis Ende des Jahres soll die neue Brücke in der Wittenburger Straße stehen. Und noch lägen die Arbeiten im Zeitplan, erklärt Reintrog. So seien auch die Befestigungen an der Brücke schon soweit zurückgebaut, dass das Bauwerk in Kürze angehoben werden könne. Denn dann soll das Gerüst für den Abbruch unter die Überführung gebracht werden. Die Brücke könne danach abgerissen werden, ohne dass der Zugverkehr unterbrochen werden müsse, betont der Bauüberwacher.

Rund vier Millionen Euro werden Abbruch und Neubau in der Wittenburger Straße voraussichtlich kosten. Die Stadt hofft auf eine 90-prozentige Förderung durch das Land, drückt deshalb aufs Tempo. Aus Zeitgründen hatte die Verwaltung auch Forderungen nach einer Behelfsbrücke für Fußgänger an der Überführung zurückgewiesen. Eine solche Brücke würde den Bauablauf für die reguläre Brücke erheblich beeinträchtigen und den Fertigstellungstermin Ende des Jahres gefährden, sagte Baudezernent Bernd Nottebaum. Schließlich müsse die neue Überführung im Dezember fertig sein, um in den Genuss der Landesförderung zu kommen. Vor allem Gewerbetreibende hatten auf eine Behelfsbrücke gehofft, damit die Bürger in der Zeit der Bauarbeiten nicht einen Umweg etwa über die Brücke in der Wallstraße machen müssen.

Mittlerweile habe sich die Situation an der Eisenbahn-Überführung eingespielt, berichtet Stefan Reintrog. Ein Sicherheitsdienst werfe rund um die Uhr ein Auge auf das Bauwerk. Von den Arbeiten in der Wittenburger Straße betroffen sind freilich seit März nicht nur Fußgänger. Auch Autos, Radfahrer, Busse und Straßenbahnen müssen eine Umleitung fahren.

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