Hilfe in Schwerin : Tafel braucht neue Räume

Ortstermin in der Lankower Ausgabestelle: Tafel-Chef Peter Grosch (M.) mit den ehrenamtlichen Helfern Friedel Rudolf Winkels (r.) und Jürgen Birkenstock
Ortstermin in der Lankower Ausgabestelle: Tafel-Chef Peter Grosch (M.) mit den ehrenamtlichen Helfern Friedel Rudolf Winkels (r.) und Jürgen Birkenstock

Platz im Lankower Sozialkaufhaus reicht für die Ausgabe von kostenlosen Lebensmitteln nicht aus

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21. Februar 2018, 08:00 Uhr

Wenn die Ware kommt, wird es eng in der Ausgabestelle der Lankower Tafel. „Wir haben dann kaum Platz, um die Lebensmittel zu sortieren“, sagt Friedel Rudolf Winkels, der sich mit drei weiteren Helfern ehrenamtlich bei der Tafel engagiert. Seit einem dreiviertel Jahr werden jetzt Brot, Gemüse und andere Artikel im Sozialkaufhaus in der Julius-Polentz-Straße an Bedürftige ausgegeben. Dort steht aber im Prinzip nur ein Raum für die Ausgabe zur Verfügung. „Es muss unbedingt eine andere Regelung her“, sagt Tafel-Chef Peter Grosch.

Bis zum Frühjahr vergangenen Jahres waren die Bedingungen für die Tafel noch besser. Damals konnten Grosch und seine Mitstreiter die Räume der Versöhnungsgemeinde in der Ahornstraße für die Lebensmittel-Ausgabe nutzen. Diese Möglichkeit gibt es nun aber nicht mehr. Die Kirche habe die Zusammenarbeit beendet, erklärt der Tafel-Vorsitzende. Der Umzug ins Sozialkaufhaus sei eine Notlösung gewesen. „Ohne das Kaufhaus gäbe es die Ausgabe in Lankow nicht mehr“, so Grosch.

Etwa 70 bis 80 Frauen und Männer kommen jeden Freitag in die Julius-Polentz-Straße, um sich die kostenlosen Lebensmittel abzuholen, darunter viele Alleinerziehende, ältere Menschen, aber auch Flüchtlinge. Weil es im Sozialkaufhaus, in dem unter anderem auch eine Suppenküche und die Lankower Kindertafel untergebracht sind, keine Wartemöglichkeit für die Kunden der Ausgabestelle gibt, stehen die Bedürftigen vor der Tür – bei Wind und Wetter. „In Fünfer-Gruppen werden sie dann zur Ausgabe gerufen“, berichtet Friedel Rudolf Winkels. Durch ein Fenster im Hof würden die Lebensmittel-Tüten gereicht, Ein-Euro-Jobber übernähmen diese Aufgabe.

Um die Situation zu verbessern, hofft die Tafel auf die Unterstützung der Stadt. „Die ehemalige Schule in der Ratzeburger Straße wäre als Ausgabestelle gut geeignet“, sagt Peter Grosch. Die Stadt habe eine Prüfung der Angelegenheit zugesagt – vor einiger Zeit bereits. Es gäbe bei diesem Thema noch Abstimmungsbedarf, heißt es auf SVZ-Anfrage aus dem Stadthaus.

Wer der Tafel helfen möchte, erreicht Peter Grosch unter der Telefonnummer 0385/5006151.

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