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Zeitung für die Landeshauptstadt

18. November 2017 | 02:08 Uhr

Schweriner Köpfe : Täglich müssen 300 Essen raus

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wer steckt eigentlich dahinter? Heute – Köchin: Andrea Tuchel ist die Chefin in der Wemag-Kantine und kocht mit viel Spaß

von
erstellt am 08.Feb.2017 | 08:00 Uhr

Wer nennt den Schwerinern täglich die nächste Haltestelle in der Straßenbahn? Wer nimmt eigentlich die Notrufe in der Leitstelle entgegen? Und wer zeigt im Kino die Filme? In den nächsten zwei Wochen stellt SVZ Menschen vor, deren Leistungen zu unserem Alltag in der Stadt gehören, die jedoch im Hintergrund bleiben.

Heute gibt es gebratenes Welsfilet an Risotto, Bratwurst mit Sauerkraut oder Eierpfannkuchen. Andrea Tuschka und ihre Crew werden sich wieder alle Mühe geben, dass es schmeckt. Die Betriebsleiterin der Kantine der Wemag am Obotritenring und ihre drei Mitarbeiter bereiten täglich etwa 300 Essensportionen zu.

Andrea Tuschka ist Quereinsteigerin. Die ausgebildete Erzieherin kam vor 20 Jahren in die Küche, hat als so genannte Bistromitarbeiterin in der Kantine der SVZ angefangen. „Damals haben wir noch in Schichten gearbeitet.“

Das Unternehmen B+F Catering feelgood wuchs, übernahm weitere Betriebskantinen. Dadurch gab es für Andrea Tuschka neue Möglichkeiten. „Nebenbei“ hat sie sich qualifiziert, ist im Unternehmen aufgestiegen. Heute hat sie als „Chefköchin“ das Sagen in der Wemag-Kantine. „Ich koche leidenschaftlich gern. Das Wichtigste ist, dass man Spaß an der Arbeit hat.“ Den hat Andrea Tuschka ganz offensichtlich, wenn man sie in ihrem „Reich“ beobachtet. Die Chefin betont aber, dass sie als Köchin keine herausgehobene Stellung einnehmen will. „Wir arbeiten als Team alle zusammen. Da macht jeder alles – auch sauber.“

Andrea Tuschka kommt es darauf an, dass ihr Essen schmeckt. Sie setzt auf frische Produkte. „Unsere Bouletten machen wir selbst. Und Tiefkühlschnitzel kommen nicht in die Küche. Die werden hier frisch paniert.“ Viel Wert legt sie auf die Meinung der Kunden. „Ich freue mich über jedes Lob, nehme aber auch jede Kritik sehr ernst.“

Doch nicht jeder Tag ist Arbeitsvergnügen. „Wir hatten vor einigen Wochen einen größeren Wasserschaden in der Küche“, sagt Tuschka. Sie musste mit ihrem Team in eine andere der sieben Küchen des Unternehmens umziehen, hat einige Zeit in der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit gekocht. Die Kantine der Wemag wurde von dort beliefert. Auf dem Hof stand nur ein Spülcontainer. „Das Arbeiten war schwierig.“ Umso erfreuter ist Andrea Tuschka heute. „Seit gut drei Wochen können wir wieder am gewohnten Standort kochen. Und die Wemag hat die Küche hervorragend renoviert.“ Den Ausgabe-Tresen konnte die Köchin zusammen mit dem Küchenausstatter sogar selbst gestalten.

In der Woche steht Andrea Tuschka am Herd und kocht für andere. Und wie ist es zuhause am Wochenende? „Da koche ich auch. Aber manchmal habe ich vom Kochen auch einfach genug.“ Schön für die Betriebsleiterin, wenn dann ihr Mann einspringt und den Kochlöffel schwingt. „Er kocht auch immer ganz wunderbar und es schmeckt hervorragend.“

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