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Zeitung für die Landeshauptstadt

21. November 2017 | 04:02 Uhr

Neues Lokal : Szene-Disko öffnet in der Weststadt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Etwas skeptisch aber neugierig erwarten Schweriner heute Abend die erste Party

von
erstellt am 02.Okt.2014 | 07:00 Uhr

Im Münchener „P1“ gehen die Prominenten ein und aus. Dort hat Oliver Kahn damals seine Verena Kerth kennen gelernt. Die Beziehung ist inzwischen zerbrochen, aber die Münchener Szene-Diskothek gehört immer noch zu Deutschlands angesagtesten Adressen.

Jetzt erhält Schwerin ein „P2“. Dort sollen Party-Gänger heute beim „Big Opening“ von 22 Uhr an richtig was auf die Ohren bekommen. Bei dem Namen „P2“ denken viele an die Münchener Adresse oder wie „Julia Fenty“ auf Facebook an „Porschs zweiten Versuch“. „Es ist ja auch mein zweiter Club neben dem ,Saustall‘ in Grambow“, sagt „P2“-Chef Frank Porsch. Er war der Geschäftsführer des ehemaligen „Achtecks“ – dem Vorgänger des neuen Clubs in der Wittenburger Straße 120.

Das „Achteck“ hat Ende Juli seine letzte große Party gegeben – nach vier Jahrzehnten. Vor neun Jahren hatte Frank Porsch die Diskothek übernommen. Aber die Szene habe sich verändert. Ballermann-Partys oder die Reihe „Freaky Friday“ zögen nur noch wenig Publikum an, sagt der Inhaber der Betreiberfirma „Porsch Events & Catering“. „So wie sich die Leute verändern, müssen auch wir uns anpassen.“

Das Ergebnis können Neugierige heute Abend sehen: loungige Möbel, moderne LED-Beleuchtung, hochwertige Getränkekarte und ein verjüngtes Team – eben weg vom Ballermann-Image. „Wir wollen mehr Altersklassen ansprechen, auch Firmen“, sagt Frank Porsch. Der Standort sei als Club bekannt, Parkplätze ausreichend vorhanden, die Anbindung an Nahverkehr und Taxen gut.

Bis Anfang der Woche war es noch ruhig neben der Sport- und Kongresshalle. Erst seit gestern Mittag weist ein Schild das neue „P2“ aus. Auch die Schweriner sind schon gespannt. „Katharina Günter“ freut sich auf Facebook, „dass es Leute gibt, die den Mut und die Kraft haben, einen Laden zu eröffnen oder ihn nach so vielen Jahren nicht aufgeben möchten“. „Alex Comahausen“ schreibt: „Bin aber gespannt, ob und wie viel umgebaut wurde.“ Skeptisch bleibt er trotzdem wie „Oliver Pearson“: „Das Ding ist einfach durch – Image bleibt.“

Frank Porsch dürfte die Kritik wenig Sorgen bereiten, sein „P2“ ist im Stadtgespräch. Im Internet wird fleißig gelesen, „gelikt“ und diskutiert. Die nächsten Partys sind schon angekündigt und die Adresse bereits in den Schweriner Köpfen präsent. Das lange Wochenende beginnt heute Abend im „P2“ mit der Eröffnungsparty. Morgen Abend geht es weiter mit der „Friday Night“. Am Sonnabend heißt es „O’zapft is“ beim Oktoberfest. Und wieder werden Parallelen zum Münchener „P1“ geweckt – und das ist gewollt.

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