Hundekot : SVZ-Leser: Hundesteuer rauf

Unser Zeichner Horst Klinnert schlägt vor, eine DNA-Datenbank anzulegen, um die Verursacher der Hundehaufen ausfindig zu machen. Das wurde aber bereits von den Stadtvertretern abgelehnt.
Unser Zeichner Horst Klinnert schlägt vor, eine DNA-Datenbank anzulegen, um die Verursacher der Hundehaufen ausfindig zu machen. Das wurde aber bereits von den Stadtvertretern abgelehnt.

Umfrage unserer Zeitung ergab klare Zustimmung zu höheren Abgaben für die Vierbeiner – Hundehalter stimmen dagegen

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11. März 2014, 22:00 Uhr

Glaubt man Experten, so hinterlassen Hunde täglich etwa eine Tonne Kot in Schwerin. Das allermeiste davon landet in der freien Natur oder in Plastik-Tüten und dann im Müll. Doch die „Pralinen“, die auf den Bürgersteigen liegen bleiben, sind zum Dauerärgernis geworden. Die SVZ fragte nun ihre Leser, ob vielleicht eine höhere Hundesteuer eine Lösung sein könnte. Das Ergebnis des Internet- und Telefon-Ted ist eindeutig: jeweils rund zwei Drittel der Teilnehmer votierten für eine Anhebung.

Auf der SVZ-Internet-Plattform und bei Facebook ist eine lebhafte Debatte zu dem Thema entbrannt. Für eine höhere Hundesteuer plädiert beispielsweise Web-Nutzer Homo Kritikus. „Wer den Dreck macht, muss ihn auch wegmachen oder dafür bezahlen. Und da ihn offensichtlich niemand wegmacht, müssen eben alle Hundebesitzer bezahlen.“ Ähnlich Frank Ahlers: „Rauf mit der Hundesteuer. Die Städte und Gemeinden haben durch diese Unbelehrbaren mehr Arbeit und Kosten.“ Josephine Steegler stimmt dem zu: „Wer den Haufen macht, dem gehört er – Schluss, aus, Ende.“ Allerdings ist die Leserin auch der Ansicht: „Es gibt in Schwerin definitiv zu viele Hunde. Deren Anzahl sollte über Zwangsabgaben auf vielleicht 20 Prozent gedrückt werden. Das muss einhergehen mit straffen Kontrollen.“

Für Daniela Kagel kann die Steuer „schön hoch gesetzt werden“. „Hundebesitzer sollen endlich merken, dass es widerlich ist, wenn Gehwege und sogar Spielplätze zugesch... sind.“ Christian Helm hat „eine einfache Lösung“: hohe Strafen. „Nur über Geld erzieht man die Leute.“

Gegen eine Steuererhöhung spricht sich Stephan Martini aus. „Eine höhere Hundesteuer bringt nichts. Nicht mit dieser Stadtvertretung die die Geldmittel so ungleichmäßig verteilt.“ Martini möchte lieber „unnötige Bauvorhaben“ wie die Ziegelseepromenade streichen und das so frei werdende Geld in die Straßenreinigung stecken. Und Hundebesitzerin Cin Dy schreibt: „Ich bin dagegen, dass die Steuer angehoben wird. Weil damit auch die, die sich täglich bücken, bestraft werden.“ „Man zahlt so schon so viel Hundesteuer“, schreibt Maria Rieckhoff. „Ich hab einen Mini-Hund. Der macht kleinere Haufen als Katzen. Zahlen die Steuern?“ Katy Schwarz meint, dass mit einer Steuererhöhung „die Tretminen“ auch nicht weniger werden. Und Matthias Thiel fragt, was mit der Hundesteuer geschieht. „Ich selbst bin Hundehalter und was wird für die 90 Euro Hundesteuer, die ich jedes Jahr zahle, getan? Warum werden den Hundehaltern nicht Kotbeutel zugesandt? In Warnitz gibt es keinen Spender dafür.“

Ziemlich allein mit ihrer Meinung ist im Internet eine Mama mit Herz. Sie habe mehrere Hunde, „einer hat sogar einen therapeutischen Zweck“. Sie schreibt: „Mir ist es Rille, ich mache es nicht mehr weg...“



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