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Kein Hasch am Schweriner Bolzer : SVZ-Drogen-Test: Negativ

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Jugendliche treffen sich regelmäßig an der Reiferbahn – nur zum Klönen oder auch zum Dealen?

svz.de von
erstellt am 18.Mai.2016 | 05:00 Uhr

Treffpunkt „Bolzer“: Der Hartplatz hinter dem Schlosspark-Center ist Anlaufstelle für viele Jugendliche und junge Erwachsene. Unter heranwachsenden Schwerinern wird getuschelt, dass man am „Bolzer“ leicht an Drogen kommt. Doch ist der Bolzplatz wirklich ein Drogenumschlagsplatz? SVZ machte den Test.

Der „Bolzer“, wie der Treffpunkt in der Jugendsprache heißt, ist gut gefüllt. Zahlreiche Jugendliche spielen Fußball, werfen Bälle in die Basketballkörbe oder fahren auf ihren BMX-Rädern. Andere sitzen am Zaun und unterhalten sich über den neuesten Klatsch und Tratsch. Lockere Stimmung, viel Gelächter. Aber von Joints, Haschpfeiffen oder Crystal-Meth-Pillen fehlt jede Spur. Hier sollen Schwerins Jugendliche Drogen verkaufen und konsumieren?

Wir mischen uns unter die Jugendlichen und täuschen vor, an „Stoff“ kommen zu wollen. Einmal kurz nach Schulende, einmal spät abends – doch bleiben beide Male erfolglos. Nur Kopfschütteln oder Achselzucken. Statt Marihuana oder Crystal Meth konsumierten die Jugendlichen Alkohol und Zigaretten. Das ist gestattet – aber erst mit 16 respektive 18 Jahren. Deshalb kontrolliert hier auch die Polizei. „Diese Art der Überwachung werden wir auch in den kommenden Wochen und Monaten beibehalten“, sagt Steffen Salow, Sprecher der Schweriner Polizei. „Unser Ziel ist es, die Stadt bei der Einhaltung des Jugendschutzgesetzes zu unterstützen“, erklärt er. „Wir haben in den vergangenen Wochen mit dem kommunalen Ordnungsdienst verschiedene Kontrollen zur Einhaltung des Jugendschutzgesetzes durchgeführt“, berichtet Salow. Der Schwerpunkt dieser unregelmäßigen Kontrollen habe jedoch auf Alkohol- und Nikotinmissbrauch, nicht auf Drogenkonsum oder Dealen gelegen.

Ob am Hartplatz nahe des Schlosspark-Centers tatsächlich Drogen konsumiert oder gedealt wurden, kann nicht bewiesen werden. Doch die Polizei nimmt die Gerüchte ernst, hat am „Bolzer“ schon mehrfach Kontrollen durchgeführt und wird dies laut Salow auch in Zukunft weiter tun.

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