Unternehmen warb auf der Grünen Woche in Berlin : Sukower Farm liefert frischen Wels

<fettakgl>Küchenfertig vorbereitet: </fettakgl>Der Zuchtwels aus der Sukower Fischfarm, den Alexandra Solterbeck präsentiert, bringt ein gutes  Kilogramm auf die Waage. <foto>Heidrun Pätzold</foto>
Küchenfertig vorbereitet: Der Zuchtwels aus der Sukower Fischfarm, den Alexandra Solterbeck präsentiert, bringt ein gutes Kilogramm auf die Waage. Heidrun Pätzold

Sichtlich zufrieden ist Kay Solterbeck von der am Wochenende in Berlin zu Ende gegangenen Grünen Woche zurückgekehrt. Gemeinsam mit Mitstreitern von Fischgut Nord warb er bei den Gästen für den Afrikanischen Zuchtwels.

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28. Januar 2013, 07:05 Uhr

Sukow | Sichtlich zufrieden ist Kay Solterbeck von der am Wochenende in Berlin zu Ende gegangenen Grünen Woche zurückgekehrt. Gemeinsam mit Mitstreitern von Fischgut Nord - das ist ein Zusammenschluss von Wels produzierenden Betrieben in Nord- und Mitteldeutschland - warb er bei den Messegästen für den Afrikanischen Zuchtwels. Solterbeck selbst präsentierte die Bioenergie und Welsfarm Sukow GmbH, die er gemeinsam mit einem Geschäftspartner betreibt. Sein Resümee: Für beide, sowohl für Fischgut Nord als auch für die Sukower Welsfarm, war der Besuch der Verbrauchermesse in Berlin sehr erfolgreich.

In erster Linie ging es darum, den Wels bekannter zu machen, denn viele kennen diesen Fisch noch gar nicht richtig und wissen nicht, dass er ein vorzüglicher Speisefisch ist, so Solterbeck. Auf den Wels aufmerksam zu machen, das sei ihm in Berlin recht gut gelungen. "An unseren Stand hatte ich eine Kundin, die mir erzählte, dass sie nie Wels essen würde. Ich konnte sie dennoch überzeugen, den Fisch zu probieren, was wahrlich nicht einfach war. Danach fiel ihr Urteil ganz anders aus. Sie meinte, dass der Wels nicht so fischig schmeckt, das Fleisch wohlschmeckend und fest ist. Und ich konnte ihr noch sagen, dass der Wels fettarm ist." Nach dem Gespräch ließ sich die Kundin gleich mehrere Dosen mit Welsfilet einpacken", erzählt der Sukower schmunzelnd.

Generell habe er bemerkt, dass die Kunden gezielt nachfragen. Sehr gezielt. Sie wollen wissen, wie der Fisch gehalten wird und ob etwa Antibiotika verabreicht werden. Kay Solterbeck: "Dazu kann ich nur sagen, dass die Fische in unseren Aufzuchtbecken weder Antibiotika noch andere Medikamente erhalten. Das ist unser großer Vorteil. Wer sich mit Aqua-Kultur beschäftigt und langfristig damit Geld verdienen will, muss das Bedürfnis der Kunden nach gesunden Lebensmitteln respektieren. Das kann ich sehr gut nachvollziehen. " Diese Antwort gibt der Sukower auch die Gästen, die den Hofladen in Sukow aufsuchen. Ein Schild in Höhe des Bahnübergangs weist den Weg zur Fischfarm und zum Hofladen. Betreut wird der Laden von Solterbecks Frau Alexandra. Hier ist der Wels in verschiedensten Varianten zu haben: geräuchert, mariniert, filitiert - oder als ganzer Fisch. Zum Sortiment des Hof ladens, der von Donnerstag bis Sonntag geöffnet hat, gehören aber auch andere Produkte aus der Region: zum Beispiel Eier aus Hasenhäge, im Sommer Tomaten aus Wöbbelin. Und schon bald werden Sanddornprodukte aus Ludwigslust oder Honig von der Schauimkerei Plau am See in den Sukower Verkaufsregalen stehen. Mit den Imkern und den Sanddornherstellern habe er ebenfalls auf der Grünen Woche in Berlin Kontakt aufgenommen. "Wir sind uns schnell einig geworden, denn die Kunden fragen immer stärker nach regionalen Produkten. Das ist auch in unserem Sinn", betont Solterbeck.

Verbindungen hat der Sukower aber auch zu Gastronomen geknüpft, die den Zuchtwels in ihren Häusern künftig anbieten wollen. Dazu gehört der Schüt tenhof von Bauer Hermann in Niedersachsen. Dort soll es am Karfreitag Wels essen geben. Aber auch Gaststätten in Schwerin, Wismar und dem Umkreis wollen den Wels künftig auf ihre Speisekarte nehmen. Vermarktet wird der Wels über Fischgut Nord, über Gaststätten und im Hofladen selbst.

Wenngleich die Präsentation auf der Grünen Woche gut lief, werde sich der Erfolg nicht sofort in den Verkaufszahlen messen lassen, weiß Landwirt Solterbeck, der sich als Züchter von Welsen ein zweites Standbein geschaffen hat. "Aber wir freuen uns, dass wir hier mit Till Backhaus einen Landwirtschaftsminister haben, der die Aqua-Kultur vorantreiben will", sagt Kay Solterbeck.

Ende vorigen Jahres konnte die Welsfarm die ersten schlachtreifen Fische aus den Behältern anbieten. Jetzt liefert die Farm in der Woche um die fünf Tonnen Fische, bald schon werden es sieben Tonnen wöchentlich sein. Ein Wels bringt durchschnittlich 1,5 Kilogramm Lebendgewicht auf die Waage.

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