Fernsehturm : Suizid: Ermittlung beendet

Der Schweriner Fernsehturm: Unter dem beliebten Restaurant befindet sich der Rundgang in knapp 100 Meter Höhe.
Der Schweriner Fernsehturm: Unter dem beliebten Restaurant befindet sich der Rundgang in knapp 100 Meter Höhe.

War ein Fenster im Fernsehturm nicht verschlossen? Schweriner sorgen sich um Sicherheit des Ausflugsziels

svz.de von
16. Oktober 2014, 08:00 Uhr

Wie sicher ist der Schweriner Fernsehturm? Nach dem Suizid einer 31-jährigen Wismaranerin am vergangenen Sonnabend ist die Betroffenheit in der Landeshauptstadt noch immer groß. Zugleich stellen sich viele Schweriner die Frage: Wie konnte das Unglück passieren? Dabei geht es auch um die allgemeine Sicherheit auf dem Turm.

Georg von Wagner, Sprecher der Deutschen Telekom, verweist auf Anfrage unserer Zeitung auf polizeiliche Ermittlungen. „Vor deren Abschluss können weder Aussagen zur konkreten Unfallursache noch zu möglichen Konsequenzen gemacht werden.“ Nur so viel: Der Schweriner Fernsehturm gehöre zur Deutschen Funkturm, einem Mitglied der Telekom- Gruppe. Teile des Turms seien zur touristischen und gastronomischen Nutzung verpachtet, so von Wagner.

Nach Angaben von Oberstaatsanwalt Stefan Urbanek sind die Ermittlungen allerdings bereits abgeschlossen. Ergebnis: Möglicherweise sei das Fensters auf der Aussichtsplattform, durch das die 31-Jährige in die Tiefe stürzte, nach Reinigungsarbeiten nicht richtig verriegelt gewesen. Dieser Umstand habe jedoch keine strafrechtliche Relevanz, so Urbanek. Es gäbe keinen Zweifel am Suizid und deshalb auch keine weiteren Untersuchungen.

Grundsätzlich müssten Fernsehtürme regelmäßig auf ihre Sicherheit hin überprüft werden, sagt Annika Burchard vom Tüv Nord. Das gelte unter anderem besonders für den Aufzug, den Brandschutz und die Elektroanlage. Der städtischen Aufsichtsbehörde stehe es jedoch frei, welches Unternehmen sie mit der Kontrolle beauftrage. Stadtsprecherin Michaela Christen kündigte für Donnerstag eine Stellungnahme der Kommune an.

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