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Aufschwung in Schwerin : „Süße Meile“ und kaum mehr leere Schaufenster

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Positiv-Trend in der Altstadt: Viele Häuser saniert, neue Bezüge und Umzüge der Geschäfte bringen Flair

von
erstellt am 07.Aug.2014 | 08:00 Uhr

Mit Sabine Steinbart einen Vor-Ort-Termin zu absolvieren, ist gar nicht so einfach. Die Citymanagerin wird von Passanten und Geschäftsleuten erkannt und begrüßt, vor vielen Geschäften der Innenstadt macht sie einen kleinen Plausch, trifft Verabredungen, nimmt Probleme auf. Steinbart hatte 2010 den Festumzug und die Feierlichkeiten zur 850-Jahrfeier Schwerins auf die Beine gestellt. Danach hatte Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow das Organisationstalent zur Koordinatorin zwischen Verwaltung und Geschäftswelt in der Innenstadt gemacht. Der Job des Citymanagers – anfangs bei der Stadtmarketing-Gesellschaft angesiedelt – war über Jahre unbesetzt gewesen.

Und Sabine Steinbart macht ihre Arbeit gut, vor allem weil sie mit Herzblut dabei ist. „Das ist für mich Schwerins ,süße Meile‘ geworden“, sagte Steinbart, macht eine einladende Geste in die Schmiedestraße und erklärt: Ins einstige Café Zander ist nach nur einem Monat Leerstand der Chocolatier „De Prie“ gezogen. Gegenüber gibt es „Viba“. Auch die Kette hat erst vor Kurzem eine Filiale in der Schmiedestraße eröffnet. „Tee Maass“ und das „Haus der Köstlichkeiten“ vervollständigen das Leckereien-Quartett. „Die Schmiedestraße ist eine gute Straße“, sagt Steinbart. Die Citymanagerin meint damit vor allem, dass es hier lediglich zwei leere Schaufenster gibt: In der Schmiedestraße 2, kurz vor dem Markt, steht ein aufwändig saniertes Gebäude im Erdgeschoss leer, seit „Eon“ ausgezogen ist. Und in der Schmiedestraße 14 tut sich seit dem Auszug von „Apollo“ auch nichts. „Das ist unser Sorgenkind“, sagt Steinbart.

Insgesamt gibt es aber einen deutlichen Aufwärtstrend in der Innenstadt bilanziert die Citymanagerin. Der Leerstand schrumpfe merklich. In den vergangenen Jahren wurden viele der Häuser aufwändig saniert. In vielen Straßen haben sich neue Händler angesiedelt. Sabine Steinbart hat ihren Anteil daran. Aktionen wie „Kunst im Leerstand“ haben geholfen, auf freie Ladenlokale hinzuweisen. In Anlehnung an das Tourismusentwicklungskonzept arbeitet sie gemeinsam mit den Geschäftsleuten jetzt am „Quartier Altstadt“. Ein Leitsystem fürs Quartier ist geplant, ebenso Quartiersrundgänge mit Stadtführern, bei denen Besucher eben auch Geschäfte entdecken sollen. Parallel gibt es Ansätze zu gemeinsamen theamtischen Schaufenstergestaltungen. „Wir haben viel vor“, sagt die Citymanagerin. „Wir sind auf einem guten Weg.“

 

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