Forstbaumschule Gädebehn : Suche nach dem Schönsten beginnt

Erste Nordmanntannen und Co. sind gefällt: Sigrid Hinz (r) und Regina Birkhahn haben die schönsten für den Verkauf ausgewählt.
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Erste Nordmanntannen und Co. sind gefällt: Sigrid Hinz (r) und Regina Birkhahn haben die schönsten für den Verkauf ausgewählt.

Gädebehns Förster haben die ersten Weihnachtsbäume geerntet – fünf Tannen schmücken die Fregatte MV im Mittelmeer

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07. Dezember 2017, 16:00 Uhr

„Es ist wie mit frischen Blumen. Sofort ins Wasser, auch wenn sie noch nicht in die gute Stube kommen“, sagt Manuela Springer. Die Leiterin der Forstbaumschule Gädebehn spricht von Tannenbäumen. Wie sie möglichst lange frisch bleiben und nicht schon nach wenigen Tagen in den warmen Zimmern die Nadeln verlieren. Seit vielen Jahren kümmern sich die Forstwirtin und ihre Kollegen liebevoll um die Weihnachtsbaumplantagen. Regelmäßig wird jeder einzelne Sprößling begutachtet, gestutzt und mit entsprechenden Mineralien versorgt.

In diesen Tagen geht es ausgewachsenen Exemplaren an den Kragen. Oder besser gesagt, an den Stamm. Das Knattern der Kettensägen dröhnt durch das dichte Grün. An einigen Stellen leuchtet es orange: Sigrid Hinz und Regina Berghahn tragen Arbeitskleidung in der Signalfarbe. Sie schneiden die Tannen für den Verkauf. Fichten, Kiefern und Nordmanntannen. „Wer es etwas duftintensiver mag, der nimmt eine Küstentanne“, sagt Springer.

Der Verkauf auf der Plantage der Forstbaumschule an der Landesstraße zwischen der Demener Ampelkreuzung und Kobande beginnt in der kommenden Woche. Zwischen 10 und 15 Uhr ist von Montag bis Freitag jemand vor Ort und hilft bei der Auswahl. „Wer aber jetzt schon eine Tanne benötigt, der kann vorbeikommen“, schiebt Manuela Springer hinterher. Die ersten Bäume hat sie bereits verkauft. „Manche Kunden achten auf die Mondphasen. Die bei Vollmond geschlagenen Bäume sollen angeblich weniger nadeln“, erzählt die Leiterin der Fostbaumschule. Wie lange es dauert, bis ein Weihnachtsbaum stattlich gewachsen ist, und welche Pflege er benötigt, können die Besucher in diesem Jahr auf 13 Informationstafeln nachlesen. „Hier gibt es nicht nur den passenden Baum, sondern auch etwas Weiterbildung“, sagt sie mit einem Augenzwinkern.

Fünf ihrer Tannen haben sogar schon mehr als 7000 Kilometer zurückgelegt: Nordmanntannen – vier kleine und eine große – sind auf Reise zur Fregatte Mecklenburg-Vorpommern gegangen. Noch bis zum 26. Januar 2018 ist diese im Mittelmeer unterwegs – auf Schleuserjagd kurz vor Libyen. „Doch die meisten Weihnachtsbäume bleiben in der Region“, fügt Manuela Springer an. Am 16. und 17. Dezember findet dafür wieder der traditionelle Weihnachtsbaumverkauf in der Forstbaumschule statt. Um 10 Uhr geht es los. Es gibt neben heißen Getränken auch einen kleinen Imbiss und einen Markt.

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