Verwaltung braucht mehr Platz : Suche nach Amtssitz in Crivitz startet

Im Amtsgebäude in Crivitz fehlt nach der Fusion der drei  Ämter Crivitz, Banzkow und Ostufer Platz für alle Mitarbeiter. Ein Anbau wird deshalb favorisiert.
Im Amtsgebäude in Crivitz fehlt nach der Fusion der drei Ämter Crivitz, Banzkow und Ostufer Platz für alle Mitarbeiter. Ein Anbau wird deshalb favorisiert.

Arbeitsgruppe favorisiert einen Anbau am heutigen Gebäude: Stadt bringt Areal der alten Kaufhalle am Markt als Standort ins Gespräch

svz.de von
03. Dezember 2013, 09:44 Uhr

Mit dem neuen Jahr wird das Großamt Crivitz gebildet. Damit die Verwaltung für die Stadt und die 16 Gemeinden von Januar an arbeiten kann, laufen hinter den Kulissen Absprachen und Vorbereitungen. Fest steht aber, dass für eine Übergangszeit der Verwaltungssitz geteilt bleibt – an den gewohnten Standorten in Crivitz, Rampe und Banzkow. Damit so schnell wie möglich die gesamte Verwaltung von Crivitz aus arbeiten kann, soll jetzt ein Sextett nach dem besten Standort für das Großamt suchen. Auf der jüngsten Sitzung des Crivitzer Amtsausschusses wurden Ulrich Güßmann aus Crivitz und Thomas Schwarz aus Demen in dieses Gremium entsandt. Die Region Banzkow wird durch Horst-Dieter Keding aus Sukow und Ronald Radscheidt aus Plate vertreten. Andreas Zapf aus Pinnow und Gunnar Weinke aus Langen Brütz sind für das Ostufer dabei.

Diese Arbeitsgruppe muss bei der Suche nach dem besten Amtssitz nicht von vorn anfangen, aber entschieden ist noch nichts. In der großen Arbeitsgruppe zur Ämterfusion wurde zuletzt ein Anbau an das bestehende Gebäude in Crivitz favorisiert. Für diese Variante spricht, dass alle Verwaltungsmitarbeiter unter einem Dach zu finden sind und Rat suchende Bürger nicht von A nach B geschickt werden müssen. Nachteil: Die Parkplätze vor dem Amtsgebäude reichen schon jetzt nicht aus. Für einen Anbau müssten Stellplätze überbaut werden.

Die Stadt Crivitz wiederum hat einen anderen Vorschlag unterbreitet – den Bau eines zweiten Verwaltungsgebäudes am Markt. Dafür soll die einstige und seit Jahren leer stehende Kaufhalle abgerissen werden (SVZ berichtete). „Das ist aber auch nur ein Vorschlag und keine Bedingung unsererseits“, unterstreicht Bürgermeister Ulrich Güßmann. Die Stadt sei zwar da bereits in Vorleistungen gegangen und habe diesen Standort schon untersuchen lassen. Doch genau das müsse auch für andere, in Frage kommende Plätze passieren. „Wenn vergleichbare Zahlen vorliegen, muss entschieden werden, wo die Verwaltung am günstigsten zu errichten und am effektivsten zu betreiben ist,“ betont Güßmann.

Die Crivitzer Stadtvertreter haben mit ihrem Vorstoß für einen zweiten Amtsbau am Markt auch in der Stadt Kritik einstecken müssen. SVZ-Leser Friedrich Schmicker beispielsweise sieht darin einen Alleingang, der die Partner im neuen Großamt vor den Kopf stößt. Und der Grundstückskauf durch die Stadt sei kein Schnäppchen, sondern eine Verschwendung von Steuergeld.

Bürgermeister Ulrich Güßmann weist diese Vorwürfe entschieden zurück: Die Arbeitsgruppe und erst recht der Amtsausschuss des Großamtes werden nach harten Kriterien und bestem Wissen entscheiden. „Die Entscheidung zum Kauf der einstigen Kaufhalle hat damit nichts zu tun“, unterstreicht Güßmann. Den Stadtvertretern geht es in erster Linie um die Beseitigung eines jahrelangen, städtebaulichen Missstandes – mitten in der Stadt. „Wir bieten dieses Areal dem Amt zur Ergänzung der Verwaltung an, nicht mehr und nicht weniger.“ Wenn ein anderer Standort das Rennen macht, werde die Stadt Crivitz nach anderen Nutzungsideen suchen. Fest stehe nur, dass im Interesse der Ordnung und der Sicherheit die einstige Kaufhalle in naher Zukunft abgerissen werden muss, so der Bürgermeister. So lange es für dieses Areal keine konkreten Baupläne gibt, könnten zusätzliche Parkplätze im Stadtzentrum angeboten werden.

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