Unwetter : Sturmtief „Xaver“ legt Schwerin lahm

Von größeren Schäden verschont: Die Feuerwehr befindet sich in Alarmbereitschaft, größere Einsätze blieben bis gestern  Abend allerdings aus. Fotos: Reinhard Klawitter
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Von größeren Schäden verschont: Die Feuerwehr befindet sich in Alarmbereitschaft, größere Einsätze blieben bis gestern Abend allerdings aus. Fotos: Reinhard Klawitter

Weihnachtsmarkt, Zoo, Stadthaus und kulturelle Einrichtungen sind geschlossen, während die Orkanausläufer über die Landeshauptstadt zogen

svz.de von
05. Dezember 2013, 23:24 Uhr

Peitschender Regen, umgestürzte Weihnachtsbäume und kleinere Schäden – das angekündigte Orkantief „Xaver“ traf die Landeshauptstadt nicht so hart wie befürchtet. Heute halten nur noch die letzten Ausläufer die Landeshauptstadt in Atem. So bleiben die staatlichen und die beruflichen Schulen in der Landeshauptstadt und im Umland geschlossen, wie die Landesregierung mitteilt. Für eine Notbetreuung ist gesorgt, allerdings entscheiden die Eltern, ob sie ihre Kinder in die Schule schicken oder nicht. Mütter und Väter können ihre Kinder auch weiterhin in Kitas und Horte bringen. „Für unsere Einrichtungen gilt, dass Eltern ihre Kinder bringen und wieder abholen“, sagt Anke Preuß, Geschäftsführerin der Kita gGmbH.

Schon gestern hatte „Xaver“ Schwerin lahm gelegt. Auf der B 106 fiel gegen 17Uhr ein Baum auf ein Auto. Der Fahrer blieb glücklicherweise unverletzt. Während die Feuerwehr am Nachmittag zu mehreren Einsätzen gerufen wurde, wirkte die Landeshauptstadt in großen Teilen wie ausgestorben. Aus Sicherheitsgründen blieben kulturelle Einrichtungen, der Weihnachtsmarkt und mehrere Geschäfte geschlossen. Fast das ganze öffentliche Leben war betroffen. Die Betreiber des Riesenrades bauten schon am Vormittag die oberen sechs Gondeln ab, um ein Schlingern des Fahrgeschäftes durch Sturmböen zu verhindern. Die Zeltplanen der Eislaufbahn am Pfaffenteich wurden zusätzlich gesichert und die Flügel der Pyramide auf dem Marktplatz mussten abgebaut werden. Einige Budenbetreiber zeigten sich noch am Vormittag überrascht, dass der Weihnachtsmarkt geschlossen wurde. Das Schleswig-Holstein-Haus, das Konservatorium, die Volkshochschule und das Staatliche Museum machten im Laufe des Nachmittags ihre Türen dicht. Auch die Ämter im Stadthaus stellten ihren Service ein. Die Bauausschussmitglieder vertagten ihre Sitzung. Der Zoo reagierte auf die Unwetterwarnung: Um Besucher und Tiere zu schützen, öffnete der Tierpark gar nicht erst seine Tore.

Während „Xaver“ in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hamburg seine Spuren hinterließ, kam Schwerin glimpflich davon. Die Feuerwehr hatte die Anzahl ihrer Hilfskräfte verstärkt und befindet sich weiterhin in Alarmbereitschaft. Die Stadtverwaltung unterhält für Sturmschäden bis voraussichtlich heute Mittag eine Hotline unter der Nummer 0385-5000444.

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