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Zeitung für die Landeshauptstadt

12. Dezember 2017 | 11:32 Uhr

Bootshausstreit : Sturm über dem Ziegelsee

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Schon wieder gibt es im Wassersportverein Ziegelaußensee Ärger mit der Statik: Kippen die Bootshäuser?

von
erstellt am 09.Sep.2014 | 07:30 Uhr

Noch ist der Streit um nachträglich angebaute Balkone und Vordächer in der Bootshausanlage des Wassersportvereins Ziegelaußensee nicht ausgestanden (SVZ berichtete), da gibt es neuen Ärger. Wieder geht es um die Statik der Reihenbootshäuser.

Peter Zander ist sauer. Seitdem er einen neuen Schuppen-Nachbarn hat, passiert in seiner Box Merkwürdiges. Die Tür hat sich völlig verzogen und schließt nicht mehr. Eine Wasserleitung ist abgerissen. Eine Schiebetür geht nur noch schwer. „Mein neuer Nachbar hat ein zwei Tonnen schweres Boot“, sagt Zander. „Das hängt er in seiner Box auf, aber das lässt die Statik gar nicht zu.“ Seine Befürchtungen: Die Reihenbootsschuppen könnten schweren Schaden nehmen.

Mit dem Problem hat sich der Wassersportfreund an den Vereinsvorstand gewandt. Der hat sich zusammen mit einem Statiker die Sache vor Ort angesehen. „Der neue Nachbar hat die Pfähle seiner Schuppenbox erneuert“, sagt Vorsitzender Andreas Zähle. „Das ist alles vorschriftsmäßig, so die Auskunft einer Spezialbaufirma.“ Auch eine Aufzugsvorrichtung hat der Neue eingebaut. „Wir haben uns das zusammen mit einem Statiker angesehen. Der sagte, dass das alles voll in Ordnung ist“, so Zähle. „Mehr kann man nicht machen.“ Der Vereinsvorsitzende hat aber eine mögliche Erklärung für die Setzungserscheinungen in der Box von Peter Zander. „Die Nachbarbox wurde in den vergangenen zehn Jahren kaum genutzt. An einer Seite sind die Pfähle etwa fünf Zentimeter abgesackt.“ Das sei sogar am Dach zu erkennen, aber nicht dramatisch, könnte jedoch die verzogene Tür bei Zander erklären. Dem macht Zähle selbst Vorwürfe. „Der Sportfreund hat an seiner eigenen Box jahrelang auch nichts gemacht.“ Da könne er nicht alles auf den Nachbarn schieben. „Wir haben von Seiten des Vereinsvorstandes jedenfalls alles getan“, sagt Zähle.

Eine Aussage, die Peter Zander nicht einfach so hinnehmen will. Er hat sich deshalb an das Bauordnungsamt der Stadt gewandt. Und ist dort nach eigenen Aussagen nur auf „Eierei“ gestoßen. Möglicher Grund: Der Amtsleiter war im Urlaub. Doch jetzt ist Günter Reinkober wieder im Dienst. „Die Sache ist zu allererst eine zivilrechtliche Angelegenheit der beiden Nachbarn.“ Doch die Bauverwaltung will sich auch nicht ganz raushalten. „Wir werden uns vor Ort selbst ein Bild machen und dann entscheiden, ob wir aktiv werden müssen“, so Reinkober.

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