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Hoher Schaden : Sturm schlägt Schneise durch den Tannenwald

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Rund 4000 Bäume sind auf dem Gebiet des Forstamts Gädebehn umgeknickt oder entwurzelt worden

svz.de von
erstellt am 13.Jan.2015 | 21:15 Uhr

Mit dem Gewitter kam der Sturm. Windstärke 12. Orkanstärke. Zwei, drei Böen, dann lagen die Kiefern am Boden. „Dieses Stück hier hat es am vergangenen Freitag besonders erwischt“, sagt Ingo Nadler. Der Leiter des Forstamts Gädebehn steht am Rande eines Waldstücks in den Barniner Tannen und ist seit Tagen damit beschäftigt, den Gesamtschaden aufzunehmen. Und der ist in seinem Beritt so groß, wie seit über 20    Jahren nicht mehr.

Wüst sieht es aus in den Barniner Tannen. Hunderte Kiefern liegen am Boden. Bei einigen schauen die Wurzeln aus dem Erdreich heraus, andere sind geborsten, so dass nur noch die traurigen Reste der einst über 20 Meter hohen Bäume stehen geblieben sind. Etwa sieben Jahrzehnte lang trotzten sie Wind und Wetter, jetzt hat sie der Orkan zu Fall gebracht – und eine fast vier Kilometer lange Schneise in den Wald geschlagen.

1000 Festmeter Schadholz, so steht es in Ingo Nadlers Erstmeldung, die er bereits an die Zentrale der Landesforst Mecklenburg-Vorpommern nach Malchin geschickt hat. „Erfahrungsgemäß verdoppelt sich diese Zahl aber nach Sichtung sämtlicher Schäden“, sagt der Forstamtsleiter und spricht dann von vielen so genannten Einzelwürfen, die noch erfasst werden müssten. Und um all die Stellen, an denen einzelne Bäume Sturmschaden genommen haben, zu finden, würden noch einige Tage vergehen, so Nadler.

 

Grob geschätzt 4000 Bäume, darunter auch Fichten und Pappeln, sind beschädigt. Die Bäume, die auf die Hauptwege gefallen sind, wurden bereits am Wochenende von der freiwilligen Feuerwehr weggeräumt. Forstmitarbeiter sind jetzt noch damit beschäftigt, die Waldwege von umgestürzten Stämmen zu befreien.

Laut Nadler werde es jetzt mehrere Monate lang dauern, bis die Stämme zerschnitten und für den Verkauf vorbereitet sind. Geld bringt das Holz noch, aber es ist beschädigt, das Holz ist weniger Wert, als normal geschlagenes. „Der Schaden wird wohl mehrere zehntausend Euro betragen“, vermutet Nadler.

16  800 Hektar Wald betreut das Forstamt Gädebehn, das den größten Schaden seit langem zu verzeichnen hat. „Anfang der 1990er-Jahre hatten wir hier einen Orkan“, erinnert sich Nadler, „bei dem 60  000 Bäume umgestürzt waren“.

 

 

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