Wetterschäden : Stürmischer Festtags-Ausklang

Der Sturm brachte zahlreiche Telefonmastenund Bäume zum Umsturz, so dass die Feuerwehr gut zu tun hatte.
Der Sturm brachte zahlreiche Telefonmastenund Bäume zum Umsturz, so dass die Feuerwehr gut zu tun hatte.

Tief „Barbara“ fegt am zweiten Weihnachtsfeiertag über das Land – Umgestürzte Bäume und Graupel sorgen für Einsätze

svz.de von
27. Dezember 2016, 19:30 Uhr

Weniger besinnlich, sondern eher stürmisch verlief der Ausklang der Festtage. Denn am zweiten Weihnachtsfeiertag fegte Sturmtief „Barbara“ auch über das Schweriner Umland. Besonders auf der Autobahn Richtung Wismar sorgte „Barbara“ für Rettungseinsätze. „Die plötzlichen Hagelschauer haben die Autofahrer überrascht“, so ein Beamter des Autobahn- und Verkehrspolizeireviers Metelsdorf. Auf der A 14 kam es innerhalb von zwei Stunden zu gleich drei Unfällen. Gegen 18.10 Uhr geriet ein mit fünf Personen besetztes Fahrzeug aus Schweden bei Leezen ins Schleudern und prallte gegen die Mittelleitplanke. Der Grund für die Turbulenzen: Fahrbahnglätte nach einsetzendem Graupelschauer. Knapp eine halbe Stunde später mussten die Einsatzkräfte des Reviers aus Stolpe ausrücken. Es ging ein Notruf ein, dass es mehrere quer stehende Fahrzeuge auf der A 14 in Höhe der Ortschaft Zittow gibt. Auch dort sorgte Hagel für widrige Verkehrsverhältnisse, so dass eine 21-jährige Fahrerin, die mit ihrem Auto auf dem linken Fahrstreifen unterwegs war, ins Schleudern geriet. Sie stieß mit einem anderen Fahrzeug zusammen. Eine 35-jährige Autofahrerin sicherte die Unfallstelle ab. Zwei weitere Fahrzeuge kamen ebenfalls ins Schleudern und kollidierten. Durch den Zusammenstoß löste sich eine Dachbox vom Fahrzeug und beschädigte das Auto der 35-jährigen Ersthelferin. Die Autobahn war für etwa zwei Stunden halbseitig gesperrt.

Um 19.50 Uhr mussten die Beamten aus Metelsdorf nochmals zur A 14 ausrücken: Bei der Anschlussstelle Jesendorf ereignete sich ebenfalls aufgrund der Straßenglätte ein Unfall. Ein Fahrzeug stieß gegen die Leitplanke und kam im Seitenstreifen zum Stehen.

In Ludwigslust, Sternberg und Vellahn kam es ebenfalls aufgrund extremer Böen zu Sachschäden: Umgestürzte Bäume fielen auf Fahrzeuge oder behinderten die Weiterfahrt zahlreicher Autofahrer.

Und auch Reisende des Bahn-Fernverkehrs ärgerten sich über die stürmische „Barbara“. SVZ-Leser meldeten am Dienstagmorgen Ausfälle und Verspätungen von mehr als einer halben Stunde.

Aber nicht nur auf den Verkehrsadern richtete „Barbara“ am Montag Schäden an, sondern auch im Stromnetz. Michael Enigk vom Stromnetzbetreiber Wemag erklärte: „Ab 14 Uhr kam es auf mehreren Freileitungen im Versorgungsgebiet zu Ausfällen. Insgesamt waren rund 6700 Kunden im gesamten Netzgebiet betroffen.“ Im Bereich Crivitz erwischte es 570 Haushalte in den Ortschaften Bahlenhüschen, Banzkow, Göhren, Peckatel, Plate, Settin und Sukow. Eine durch den Sturm beschädigte Leitung am Settiner Weg war der Auslöser für den Ausfall bis etwa 16 Uhr. Die Mitglieder der Feuerwehren waren von Friedrichsruhe bis Neu Schlagsdorf unterwegs: Umgestürzte Bäume, umgeknickte Telefonmasten und ein umgekippter Sichtschutzzaun, der die Eingangstür eines Hauses versperrte, sorgten für den Einsatz der Freiwilligen.

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