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Schwerin will neue Buga : Studie besagt: Neue Buga ist möglich

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Schwerin könnte 2025 eine Gartenschau ausrichten – es gibt aber Unwägbarkeiten

von
erstellt am 29.Apr.2016 | 20:45 Uhr

Im Jahr 2025 könnte in der Landeshauptstadt wieder eine Bundesgartenschau stattfinden. Gestern wurde der Entwurf einer Machbarbeitsstudie vorgelegt. „Das ist ein spannendes Angebot, das zu Diskussionen anregt“, sagte Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow. Denn: Noch sind wesentliche Fragen offen.

Prämisse für die Studie war, dass eine neue Buga keine Kopie der Veranstaltung im Jahr 2009 sein darf. Das Plaungsbüro Sinai aus Berlin hat daher vier Standorte herausgearbeitet, die für eine Gartenschau entwickelt werden könnten: der Schloss- und der Küchengarten, der Zoo, Mueß und Kaninchenwerder. Verbunden werden sollen diese Areale durch eine so genannte Schwerin- Line vom Stangengraben bis nach Raben Steinfeld.

„Der Schlossgarten muss als Marke Schwerins unbedingt dazu gehören“, sagte Berhard Schwarz, der die Studie erarbeitet hat. „Hier könnte ein Sommerfestival stattfinden. Dazu bedarf es nur einer Sanierung.“ Offen dagegen: Was wird aus dem Küchengarten? Wohnbebauung, Gartendenkmal oder eine Gartenakademie? Vieles sei denkbar, so Schwarz.

Der Zoo und der Bereich um die Jugendherberge soll dauerhaft aufgewertet werden – noch über das aktuelle Zoo-Konzept hinaus. „Hier könnten die Pläne von Hofgärtner Theodor Klett aufgegriffen werden. „Der Zoo könnte bis an den See reichen“, sagte Bernhard Schwarz. Sein Traum: Ein im Schweriner See badender Tiger. Dazu müsste der Franzosenweg auf einem Steg um den Zoo herum geführt werden.

Mueß soll mit dem Museum, dem Awo-Feriendorf und den Kleingärten zu einem ganzjährigen Ausflugsziel entwickelt werden. Das Museum müsse deutlich aufgewertet werden, steht im Studien-Entwurf. Kaninchenwerder dagegen könnte dem Naturerlebnis vorbehalten bleiben.

Knackpunkte sind die Welterbe-Bewerbung und der Naturschutz. Vor allem sind aber die Finanzen noch nicht klar. „Hanseatisch vorsichtig“ rechnet Schwarz mit Gesamtkosten von 78 Millionen Euro für die öffentliche Hand. Zu einer eventuellen Förderung gibt es vom Land noch keine Aussage. Am 4. Juni soll die fertige Studie vorliegen.

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