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Zeitung für die Landeshauptstadt

11. Dezember 2017 | 04:58 Uhr

Schweriner Theater : Struktur jetzt neu geregelt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Gesellschaftervertrag für die Fusion des Mecklenburgischen Staatstheaters mit dem Landestheater Parchim steht. Das Land ist ab 1. August mit im Boot.

von
erstellt am 26.Feb.2016 | 20:45 Uhr

Die Umstrukturierungspläne für das Theater werden jetzt zielstrebig umgesetzt. „Zum Beginn der neuen Spielzeit am 1. August wird der neue Gesellschaftervertrag mit Beteiligung des Landes in Kraft treten“, kündigt Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow an. Die Zielvereinbarung mit dem Landestheater Parchim stehe, die Fusion werde umgesetzt. „Dann haben wir ein gemeinsames Haus“, betont Gramkow. Die Struktur stehe: „Das Kinder- und Jugendtheater einschließlich Figurentheater bleibt in Parchim. Außerdem wird dort die Fritz-Reuter-Bühne angesiedelt. Am Standort Schwerin produzieren Musiktheater, Konzert, Schauspiel und Ballett, auch das Weihnachtsmärchen bleibt hier“, erläutert die Oberbürgermeisterin. Die Sparten sollen sich aber austauschen und auch an anderen Orten spielen. „Wir streben auch eine Vereinbarung mit Wismar an.“ Bisher war das Theater der Hansestadt für Schweriner Vorstellungen eher tabu, da eine Kooperation mit Rostock bestand. Das soll jetzt auch neu geordnet werden.

Der Fahrplan bis August sieht so aus: Da der Zuwendungsbescheid des Landes für das laufende Jahr eingegangen ist, konnte der Aufsichtsrat der gemeinnützigen Theater GmbH in der vergangenen Woche einen ausgeglichenen Wirtschaftsplan für 2016 beschließen. Das Land hat zudem Liquiditätshilfen bis zum Jahr 2020 zugesagt. Damit ist die Insolvenzgefahr endgültig vom Tisch. Bis 1. April werden die Rechtsdokumente für die neue Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin gGmbH mit Beteiligung des Landes vorliegen. Fragen zum sozialversicherungsrechtlichen Status der Mitarbeiter sind ausgeräumt. Im Mai steht in der Parchimer Stadtvertretung ein Beschluss zum Einstieg in die Theater gGmbH auf der Tagesordnung, ebenso im Kreistag, im Juni dann im Zweckverband und in der Schweriner Stadtvertretung.

Das Stammkapital der neuen Theater gGmbH wird auf 400 000 Euro festgesetzt. Als Gesellschafter beteiligen sich das Land mit 299 000 Euro – das sind knapp 75 Prozent –, die Landeshauptstadt mit 40 000 Euro, also zehn Prozent, der Landkreis Ludwigslust-Parchim mit der selben Summe und die Stadt Parchim mit gut 20 000 Euro, also fünf Prozent. Der Streit um die Höhe der Nachschüsse im Fall finanzieller Engpässe ist ebenfalls vom Tisch. Das Land trägt 55 Prozent, die Stadt 35, der Kreis 7 und Parchim 3.

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