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Zeitung für die Landeshauptstadt

22. November 2017 | 06:51 Uhr

Stadt im Dunkeln : Stromausfälle nerven Schweriner

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Stadtwerke halten ihr Netz für zuverlässig: Störungen am Mittelspannungskabel Ende vergangener Woche waren nicht vorhersehbar

svz.de von
erstellt am 05.Aug.2014 | 08:00 Uhr

Zwei Stromausfälle in zwei Tagen haben an den Nerven vieler Schweriner gezerrt: „In Schwerin gehen die Lichter aus“, schreibt Chris Neumann auf unserer Facebook-Seite. „Wie soll man denn vorsorgen? Strom in der Handtasche speichern… Es nervt total, egal ob geschäftlich oder privat“, ärgert sich Jana Paulsen. Und Andre Seemann bilanziert nüchtern: „Da kann man sehen, wie wir heutzutage abhängig sind vom Strom, wenn er mal eine Stunde ausfällt.“

Insgesamt rund 11 000 Kunden in Schwerin waren am Donnerstagnachmittag fast drei Stunden lang vom Stromausfall betroffen, unter anderem am Slüterufer, auf der Krösnitz, am Alten Garten, in der Werderstraße, in der Feldstadt, der Nordstadt und am Demmlerplatz. Für eine gute Stunde fiel dann am Freitag der Strom aus – betroffen rund 3000 Kunden unter anderem in der Mecklenburgstraße, der Schusterstraße, am Platz der Jugend, in der Graf-Schack-Allee und in der Wismarschen Straße. „Die Stromausfälle von Donnerstag und Freitag sind an zwei unterschiedlichen Orten aufgetreten und standen aus jetziger Sicht in keinerlei Zusammenhang“, sagt Stadtwerke-Sprecher Aurel Witt. Ursache sei aber in beiden Fällen die Ermüdung eines Mittelspannungskabels gewesen. „So ein technischer Defekt ist leider nicht vorherzusehen“, bittet Witt um Verständnis.

„Das Mittelspannungs- sowie das Niederspannungsnetz der Landeshauptstadt sind nicht anfälliger als vergleichbare Netze in Deutschland“, betont der Stadtwerke-Sprecher. Aus der Störungsstatistik der zurückliegenden zehn Jahre sei keinerlei Anstieg zu erkennen. „Die Störungsanzahl hält sich stabil im unteren Bereich“, so Witt. Bedingt durch Wartungsarbeiten im Umspannwerk Ziegelsee hätten Ende vergangener Woche aber nicht sämtliche normalen Schaltmöglichkeiten für eine schnelle Wiederversorgung der Bevölkerung zur Verfügung gestanden. Nach Angaben des Sprechers investiert die Netzgesellschaft Schwerin jedes Jahr mehrere hunderttausend Euro in die Erneuerung des Stromnetzes der Landeshauptstadt.

Mathias Scheper zeigt auf unserer Facebook-Seite denn auch Verständnis für die technischen Probleme: „Jede Technik kann mal kaputt gehen.“ Und er hat auch noch einen Tipp für alle Kritiker: „Nicht alle zehn Minuten in den Kühlschrank und die Truhe schauen, ob es noch kalt genug ist. Dann halten die Geräte eine ganze Weile das Innere kühl.“ Mit Humor nimmt David Reichert den Stromausfall: „Dann geht man halt diese eine Stunde in die schöne Sonne und holt sich dazu noch ein Eis.“

 

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