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Designerin Constanze Maaß : Stricken in Schwerin wieder in Mode

vom

Die junge Modeschöpferin Constanze Maaß verdient ihr Geld mit Handarbeit. Im November eröffnete sie das Geschäft "Edelziege" am Ziegenmarkt. Seitdem macht sie mit ungewöhnlichen Strick-Aktionen auf sich aufmerksam.

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erstellt am 30.Jan.2012 | 10:02 Uhr

Schwerin | Luise strickt, und ihre Freundinnen tun es auch: Schals, Mützen, Socken für sich selbst oder als Geschenk. "Meine Oma hat mir Stricken beigebracht", sagt die 18-Jährige. Jetzt kommt die Handarbeit wieder aus der Oma-Ecke heraus. Immer mehr junge Menschen nehmen wieder die Stricknadeln in die Hand.

"Immer mehr junge Leute lernen von der älteren Generation", sagt Constanze Maaß. Die junge Modeschöpferin verdient jetzt ihr Geld mit Handarbeit. Im November eröffnete sie gemeinsam mit zwei Bekannten das Geschäft "Edelziege" am Ziegenmarkt in der Schweriner Schelfstadt. Seitdem macht Constanze Maaß mit ungewöhnlichen Strick-Aktionen auf sich aufmerksam. Am vergangenen Sonnabend verteilte sie hundert Strickschnecken in der Schelf- und der Altstadt. Wer diese zurück brachte, erhielt ein Glas Sekt, Kekse und kam mit Constanze Maaß, ihrer jungen Teilhaberin Nadja Bossert oder anderen Strickbegeisterten ins Gespräch. "Richtig in ist immer noch die Farbe Lila und andere Gewürzfarben", sagt Nadja Bossert. Sie lernte bereits als Kind stricken - natürlich von ihrer Großmutter. Und heute gibt Nadja Bossert etwas zurück, denn vor allem ältere Menschen ziehe es zurzeit in das kleine Geschäft am Ziegenmarkt. "Aber auch immer mehr junge Schweriner", sagt die junge Unternehmerin. Besonders gefragt seien zurzeit Kombinationen aus Strick und leichten Stoffen, aber auch Mützen und vor allem Schlauchschals. "Den kann man auch mal einfach über den Kopf ziehen", sagt Nadja Bossert.

Einfach über den Kopf gezogen haben die jungen Designerinnen der Ziege auf dem Ziegenmarkt auch schon einmal einen Wollpulli, um auf ihr neues Geschäft aufmerksam zu machen. Mit Wollknäul und Nadel bewaffnet ziehen auch in anderen Städten Jugendliche durch die Straßen und hinterlassen Mützen für Poller oder Schals für Ampeln und Laternen. Die so genannten weichen Graffiti zählen in vielen deutschen Städten wie Essen oder Berlin zu einer neuen Art der Straßenkunst. Ganze Innenstädte sollen durch wollene Kunstwerke einfach bunter werden.

Das haben Constanze Maaß und Nadja Bossert in Schwerin geschafft. An einem grauen Wintertag wie dem vergangenen Sonnabend brachten ihre Schnecken Farbe in Schwerins Innenstadt, dann kam der Schnee.

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