Streitstraße Zickhusen-Gallentin

Die Straße wird als Verbindung von der B 106 nach Bad Kleinen längst intensiver genutzt, als vor ein paar Jahren gedacht. Für Radler ist die Fahrt lebensgefährlich.
Die Straße wird als Verbindung von der B 106 nach Bad Kleinen längst intensiver genutzt, als vor ein paar Jahren gedacht. Für Radler ist die Fahrt lebensgefährlich.

Bürgermeister beider Gemeinden wollen wichtige Verbindung nun doch verbreitern / Kreuzung in Gallentin wird derzeit auf 360 Metern ausgebaut / Radfahrer wollen auch noch Platz

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30. Juni 2019, 14:07 Uhr

„Wir haben uns im Frühjahr getroffen und sehen nun beide die Notwendigkeit, die Straße zu verbreitern“, erklärt Bad Kleinens Bürgermeister Joachim Wölm. Es geht um die etwa zwei Kilometer lange Straße zwischen Zickhusen und Gallentin, einem Ortsteil von Bad Kleinen. Die Verbindung wird immer stärker von Autofahrern aus Richtung Schwerin von der Bundesstraße 106 als Abkürzung nach Bad Kleinen genutzt. Die Gemeinde am Außensee ist für 1,5 Kilometer davon verantwortlich, Zickhusen für etwa 500 Meter. Die Straße wurde ursprünglich Anfang der 1990er-Jahre vor allem für den landwirtschaftlichen Verkehr auf drei Metern Breite asphaltiert. Doch nun quälen sich hier an einem normalen Werktag-Abend Autos um Autos aneinander vorbei. Eines muss immer zur Seite fahren. Bankette und Straßenränder leiden darunter und müssen ständig ausgebessert werden.

Für Fahrradfahrer ist die Benutzung geradezu lebensgefährlich. „Ich fahre hier jeden Morgen und jeden Abend in der Woche mit dem Fahrrad entlang, um zum Bahnhof Bad Kleinen zu kommen“, erzählt Pendler Martin Pranz, der in Hamburg arbeitet. Auch Schüler benutzen die Strecke und Fahrrad-Touristen. „Hier muss ein Radweg her. Es ist nicht nur gefährlich, sondern wir Radfahrer werden auch durch die Autos eingestaubt.“ Doch dass die Straße verbreitert wird und dann auch noch einen Radweg bekommt, ist ziemlich unwahrscheinlich. „Das wäre dann zuviel des Guten“, meint Joachim Wölm. „Dann müssten wir ja auch auf den Acker und landwirtschaftliche Flächen vernichten.“ Die Straße solle auf eine „vernünftige Breite“ ausgebaut werden, auf 4,20 bis 4,50 Meter.

Nachdem eine Einigung im Herbst gescheitert war, wollten die Bürgermeister beider Gemeinden nach ihrer Annäherung im Frühjahr erst einmal die Kommunalwahl abwarten. „Der erste Schritt muss sein, mit dem Zickhusener Bürgermeister Hansjörg Rotermann einen Fahrplan zu besprechen“, so Wölm.

„Ich möchte bei dem Ausbau im Rahmen des ländlichen Wegebaus bleiben, um die Kosten und die Bauzeit möglichst gering zu halten“, sagt Hansjörg Rotermann der SVZ. „Ich warte auf die Initiative von Bad Kleinen, denn denen gehört der größere Teil.“

Hinzu kommt: Die Kreuzung in Gallentin wird derzeit ausgebaut. Zumeist kann der Verkehr halbseitig daran vorbei geführt werden. Die Straßenbaufirma hatte für den 22. und 23. Juli beim Amt Lützow-Lübstorf für die Asphaltierung eine Vollsperrung angekündigt. Nach Aussage der Mitarbeiterin des Bauamtes verzögern sich die Arbeiten jedoch.

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