Schwerin : Streit um Uferweg: Verein wehrt sich

Vereinschef Dieter Unterberger zeigt, dass der Weg nur zum Bootshaus führte.
Vereinschef Dieter Unterberger zeigt, dass der Weg nur zum Bootshaus führte.

Wassersportler verweisen auf Pachtvertrag und Sicherungspflicht für das Gelände

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23. November 2019, 05:00 Uhr

Zäune am Ufer – das sorgt für Streit. Nachdem der Wassersportverein Ziegelsee-West den öffentlichen Durchgang durch sein Vereinsgelände unterhalb der Straße Am Friedensberg mit zwei Toren gesperrt hat, beschweren sich Schweriner darüber (SVZ berichtete mehrfach). Immer wieder wird angezweifelt, ob das rechtens sei, werden alte Seilschaften unterstellt. Vereinsvorsitzender Dieter Unterberger will Klarheit in die Sache bringen. „Wir haben hier 1972 unser Gemeinschaftsbootshaus gebaut. Da war hier weit und breit kein Weg, nur ein paar aufgegebene, verwilderte Gärten. Wir, das war eine Gruppe von Mitgliedern des Deutschen Anglerverbandes DAV. Das Bootshaus des ehemaligen Rates des Bezirkes steht ein paar hundert Meter weiter“, erklärt Unterberger. Nach der Wende hätten sich die Angelsportfreunde in einem Verein organisiert, der Pachtvertrag wurde dem geltenden Recht angepasst. „Wir haben ausdrücklich die Anweisung von der Stadt, unser Vereinsgelände zu sichern“, betont er. Eigentlich habe der Verein nichts einzäunen wollen, habe sogar eine Wegeversicherung für die Zuwegung abgeschlossen. „Vor allem seit es den neuen Radweg in der Nähe gibt, wurden einige Radfahrer und Hundehalter immer unverschämter. Mehrfach wurden Mitglieder angefahren, vielfach beschimpft. Hunde standen bei uns im Bootshaus. Es war nicht mehr auszuhalten.“

Dabei ist der Umweg nur gering, wenn der offizielle Radweg genutzt wird. Allerdings ist ein kleiner Hügel zu überwinden. „Das hatte wohl einige bequeme Leute dazu bewogen, lieber den unbefestigten Weg über unser Vereinsgelände zu nehmen“, vermutet Unterberger.

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