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14. Dezember 2017 | 05:32 Uhr

Streit um freien Weg zum Schweriner See

vom

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erstellt am 21.Mai.2010 | 09:08 Uhr

Schwerin | Stadt und Schweriner Rudergesellschaft streiten um die öffentliche Passsierbarkeit des Vereinsgeländes am Schweriner See. Nachdem die Ruderer ihr Areal jüngst mit einem Zaun eingefriedet haben, ist der zur Bundesgartenschau 2009 angelegte, bei Spaziergängern wegen der Ausblicke auf das gegenüberliegende Schloss beliebte Uferweg nicht mehr durchgängig begehbar. Denn das südwestliche Zauntor in Richtung Schlossgarten ist zu.

Dies verstoße gegen die mit der Stadt getroffene Vereinbarung, dass der gesamte Uferweg in der Regel wie während der Buga offen sein müsse, heißt es in einem internen Verwaltungsdokument. Nur unter dieser Voraussetzung sei der Neubau des Vereinssitzes, in dem die zentrale Buga-Gastronomie untergebracht war, überhaupt von der Stadtvertretung genehmigt worden, argumentiert die Verwaltung. Sogar juristische Schritte gegen die Rudergesellschaft oder eine Nichtverlängerung des 2013 endenden Nutzungs vertrages wird verwaltungsintern diskutiert.

Der Verein kann die Kritik nicht nachvollziehen. Dass die Rudergesellschaft ursprünglich gar keinen öffentlichen Zugang nach Ende der Buga gewollt habe, räumt Vereinsvorsitzender Martin Meermann ein. Jedoch legt er den mit der Stadt gefundenen Kompromiss anders als die Verwaltung aus.

Am Grundstück wird es laut Meermann künftig vier Tore geben. "Wir haben uns nur verpflichtet, das am östlichen Ausgang in Ufernähe geplante sowie das am Haupteingang am Franzosenweg vorgesehene Tor insbesondere während der Öffnungszeiten der Gastronomie im Vereinsgebäude offenzuhalten." Derzeit öffne das Restaurant 16 Uhr, schon bald werde es schon vormittags offen sein. Das dritte Tor vor dem Parkplatz sei zeitweilig geöffnet, das vierte in Richtung Schlossgarten bleibe aber zu. Meermann: "Denn sonst würden Passanten den geteerten Platz passieren, über den wir unsere Boote von der Halle zum Wasser transportieren." Das würde die Gefahr von Unfällen, aber auch Schäden an den bis zu 30 000 Euro teuren Booten bergen. Meermann: "Wie sollen wir dort die Verkehrssicherheit gewährleisten?" Zudem liege eine Baugenehmigung für den Zaun durch die Stadt vor.

"Das durchgängige Verschließen des hinteren Tores ist nicht akzeptabel", sagt indes SPD-Stadtfraktionchef Daniel Meslien. Ohne die in die Sanierung des Ruderobjektes geflossenen Steuergelder hätte der Verein noch lange mit dem alten Zustand leben müssen. Meslien: "Die Schweriner haben deshalb ein Recht darauf, wenigstens tagsüber den Weg direkt am Wasser nutzen zu können. "

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