Kita-Erzieher im Ausstand : Streik: OB für Verhandlungen

Lautstarker Protest: In der Kita „Rappelkiste“ fiel am zweiten Streiktag die Kinderbetreuung aus.
Lautstarker Protest: In der Kita „Rappelkiste“ fiel am zweiten Streiktag die Kinderbetreuung aus.

Angelika Gramkow unterstützt Forderung der Erzieherinnen nach mehr Gehalt

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15. Mai 2015, 21:00 Uhr

Geht es nach Oberbürgermeister Angelika Gramkow, dann müssten die Erzieherinnen in den Einrichtungen der Kita gGmbH mehr Geld bekommen – und somit ihr Streikziel erreichen. Von Montag bis Mittwoch waren jeweils fünf Kitas ganztägig und ohne Notversorgung geschlossen geblieben, weil Verdi eine höhere Eingruppierung der Erzieher fordert.

„Gute Arbeit muss auch gut bezahlt werden,“ so die Oberbürgermeisterin. Deshalb gehöre zur verbalen auch die finanzielle Anerkennung. „Ich fordere uns als kommunalen Arbeitgeber zu sofortigen Verhandlungen über die angemessene Bezahlung der Fachkräfte in den Sozial- und Erziehungsdiensten auf. Dazu ist ein verhandlungsfähiges Angebot zur Aufwertung der Berufsbilder unabdingbar.“ Sie halte eine schnelle Einigung für möglich.

Währenddessen hat die SPD-Fraktion deutlich gemacht, dass Tarifflucht durch Privatisierung der Kita gGmbH kein Thema sei. „Wir dürfen in Schwerin nicht den Fehler machen, den schon viele Städte in Deutschland gemacht haben. Die Stadt darf ihre Einflussmöglichkeiten auf eine gute Kindertagesförderung nicht aus der Hand geben“, sagt der arbeitsmarktpolitische Sprecher der SPD-Stadtfraktion, Christian Masch. Statt Tarifflucht der Kita gGmbH müsse es genau anders herum laufen. Auch die freien Träger sollten sich bei der Bezahlung ihres Personals am Tarif des öffentlichen Dienstes orientieren.“

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