Radwegebau : Strecke bei Cramonshagen ist fertig

Die großen Maschinen haben die Arbeit erlegt.
Die großen Maschinen haben die Arbeit erlegt.

Asphalt für die Verbindungsstrecke ist angekommen: Bau kostete 330.000 Euro, 60 Prozent wurden vom Ministerium gefördert

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14. April 2018, 16:00 Uhr

Pünktlich zum Beginn der Radfahr-Saison ist der Verbindungsweg für Radler und Fußgänger entlang der Nienmarker Straße in Cramonshagen fertig. 830 Meter lang und gut 2,50 Meter breit ist der Weg, der vorrangig von Pendlern, die vom Ortskern zum Gewerbegebiet radeln, genutzt wird. „Es ist zudem eine wichtige Verbindungsstrecke zwischen dem Neuen Dorf und dem Ortskern Cramonshagen“, erklärt Bürgermeister Reinhard Eggemann. Aufgrund seiner torfigen Eigenschaften musste Untergrund auf einer Länge von rund 300 Metern verstärkt werden. „Wir haben dort die Tragfähigkeit durch Spezialschichten erhöht“, erläutert Ulrich Leif vom planenden Ingenieurbüro Leirich Schwerin.

330 000 Euro hat der Rad- und Fußweg insgesamt gekostet. Mit Unterstützung des Verkehrsministeriums konnte die Gemeinde das Projekt schultern: „Cramonshagen hat 60 Prozent der Bausumme über das Landesförderinstitut finanziert bekommen“, erklärt Maik Triebsch vom Amt Lützow-Lübstorf. Die restlichen 40 Prozent hat die Gemeinde selbst aufgebracht. „Alles aus Rücklagen. Doch es war keine leichte Aufgabe“, sagt Bürgermeister Eggemann. Umso leichter sei dafür die Zusammenarbeit mit den Behörden gewesen, alles habe durchweg gut geklappt: „Es ging wirklich sehr schnell“, betont Maik Triebsch vom Bauamt. Jetzt, da die Asphaltdecke fertig ist, bleiben nur noch wenige Aufgaben. In den kommenden Tagen werden die Bankette fertig gemacht und die Ersatzpflanzungen vorgenommen. „Insgesamt 29 Bäume müssen als Ersatzpflanzung für diese Maßnahme in den Boden“, sagt der Bürgermeister und deute auf eine der Streuobstwiesen in seiner Gemeinde. Alte, hochstämmige Sorten müssten es sein. Direkt am Radweg werden keine Bäume gepflanzt – auch mit Blick auf die Schäden, die durch wuchernde Wurzeln entstehen können. Damit der neue Rad- und Fußweg aber auch mindestens 15 Jahre hält, müsse er ordentlich gepflegt werden. „Der Rasen sollte regelmäßig gemäht werden und die Bankette gefräst“, sagt Stefan Holinka vom Tief- und Straßenbauunternehmen Kemna Schwerin. Bürgermeister Eggemann versprach, die Hausaufgaben regelmäßig zu erledigen und hofft, dass es auch bei den anderen Baustellen in der Gemeinde vorangeht. Noch stehen die Sanierung der Linden- sowie Kastanienallee aus. Auch ist die Brücke in Cramonshagen noch nicht fertig. „Wir sind im Warten geübt“, sagt Reinhard Eggemann und nimmt es mit Galgenhumor. Denn erst wenn alle drei Projekte abgeschlossen sind, werde die Nienmarker Straße zur Kreisstraße umgewidmet, kündigte er an.

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