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Zeitung für die Landeshauptstadt

22. November 2017 | 08:40 Uhr

Sackgasse B106 : Straßenreparatur in der Tiefe

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Unterbau der B 106 in einer Mulde zwischen Kirch Stück und Lübstorf war gebrochen – Torfschicht musste rausgeholt werden

Zwischen Kirch Stück und Lübstorf kommt auf der B 106 bis Anfang Juni kein Fahrzeug durch. Kann es auch gar nicht: Kurz hinter Kirch Stück gibt es die Straße auf einer Länge von knapp 100 Metern nicht mehr. Seit Anfang Mai wird dort gearbeitet – bei Vollsperrung.

Die alte Schadstelle an dieser Stelle kennen alle Autofahrer. In der Senke herrschte deshalb auch Tempo 70. Alle Versuche, den Schaden oberflächlich zu beheben, scheiterten. Denn selbst der Unterbau der Bundesstraße war hier gebrochen, die Straße sackte immer wieder ab. „Wir mussten eine grundlegende Lösung finden“, sagt Dietmar Greßmann, Dezernent beim Straßenbauamt Schwerin. Alles raus und neu machen – heißt nun die Devise.

Alles betrifft aber nicht nur den Straßenkörper, wie der Fachmann es nennt, sondern auch eine weiche Torfschicht. Die war der Grund für das ständige Absacken der Straße. „Bis zu neun Meter tief mussten die Bauarbeiter in die Tiefe gehen“, berichtet Greßmann. Und nachdem der Torf raus ist, kommt nun ein tragfähiges Kiesgemisch“ rein. Darauf setzten die Straßenbauer dann die neue Straße.

Greßmann ist mit dem bisherigen Ablauf zufrieden: „Wir liegen voll im Zeitplan.“ Und auch die Autofahrer machen mit: Bislang gab es keine Probleme an der Baustelle. Die Kraftfahrer halten sich an die Umleitung. „Für Radfahrer haben wir zudem direkt neben der Baustelle einen provisorischen Pfad eingerichtet“, ergänzt der Dezernent. Der führt über Flächen der Agrargemeinschaft Lübstorf. „Der Betrieb hat sofort zugesagt“, bedankt sich Dietmar Greßmann. Dank geht auch die Kirch und Barner Stücker, die mit der Baustelle leben müssen, die ihre Dörfer bis Anfang Juni quasi in eine Sackgasse legt.

Auf die Anwohner kommt aber noch eine weitere Belastung zu, kündigt Greßmann an: Wenn die Tiefbauarbeiten abgeschlossen sind, kommt Ende Mai eine neue Asphaltschicht auf die B 106 – und das schon von der Ampelkreuzung vor Kirch Stück, am Ende der Schweriner Umgehungsstraße, bis zur alten Schadstelle nördlich von Kirch Stück. „Dann wir auch direkt im Dorf gebaut“, erläutert Greßmann. Am Sonnabend, 30. Mai, ist die B 106 im Dorf gesperrt. Kirch und Barner Stücker kommen dann nur noch über Moorbrink und Groß Trebbow rein und raus. „Wir werden die Anwohner direkt informieren und hoffen auch da auf Verständnis“, betont Greßmann.

Die Arbeiten an der B 106 kosten mehr als 500  000 Euro – Tiefbau und Oberflächenerneuerung. Letzteres muss auch noch zwischen Kirch Stück und Lübstorf fortgeführt werden. Doch dafür gibt es noch keinen Termin. „Wenn es gut läuft, können wir das vielleicht im Herbst erledigen“, hofft der Dezernent. Doch das hängt von der Kassenlage für solche Vorhaben und auch vom Wetter ab. Danach wäre die B 106 zwischen Schwerin und Wismar komplett erneuert. Und an der alten Schadstelle nahe Kirch Stück soll dann auch das Tempolimit aufgehoben werden.

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