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Zeitung für die Landeshauptstadt

21. November 2017 | 11:31 Uhr

Zickhusen : Straßenlöcher-Streit am Außensee

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Desolater Weg zwischen Gallentin und Zickhusen sorgt bei Gemeinden für Verstimmung / Ausbau steht zur Debatte

svz.de von
erstellt am 07.Okt.2017 | 09:00 Uhr

Der schlechte Zustand der Fahrbahn der Verbindungsstraße zwischen Gallentin und Zickhusen sorgt erneut für schlechte Stimmung zwischen Ämtern und Gemeinden. „Ich habe mich in einer E-Mail an das Amt Lützow-Lübstorf gewandt und angefragt, wann der Straßenteil, der sich in ihrem Zuständigkeitsbereich befindet, wieder in einen annehmbaren Zustand versetzt wird“, erklärt Bernd Heidrich. Der Mann von der Linkspartei wohnt in Gallentin und ist Vorsitzender des Finanzausschusses seiner Gemeinde Bad Kleinen.

Der Zustand der Ortsverbindung beschäftigt beide Nachbar-Kommunen seit Jahren: Anfang der 1990er-Jahre wurde der Feldweg zwischen den Dörfern, der in Zickhusen an der B 106 endet, über den ländlichen Wegebau ausgebaut und asphaltiert. Die Asphaltbahn ist nur 3,50 Meter breit, mehr ließ das Förderprogramm nicht zu. „Damals war das in Ordnung und für den Verkehr völlig ausreichend“, sagt Hansjörg Rotermann, Bürgermeister von Zickhusen. Doch schon bald wurde die Straße immer stärker frequentiert. Denn die Asphaltbahn lockt überörtlichen Verkehr an, Autofahrer wollen den kürzesten Weg um den Schweriner Außensee nutzen und den Umweg über die Ampelkreuzung an der B 106 bei Bad Kleinen vermeiden. Dies führte schnell dazu, dass Bad Kleinen auf der einen und Zickhusen auf der anderen Seite ständig Fahrbahnschäden beseitigen und ausgefahrene Seitenstreifen reparieren mussten. Bad Kleinen schickt die Gemeindearbeiter ständig raus, die Zickhusener wurden zuletzt im Juli gesehen. Generell hinderlich dabei: Die Gemeinden gehörten unterschiedlichen Verwaltungsräumen an – zu DDR-Zeiten verlief hier die Bezirksgrenze und aktuell immer noch die Amtsgrenze.

„Wir haben dem Amt Dorf Mecklenburg-Bad Kleinen vorgeschlagen, die Straße breiter auszubauen, um den ständig auftretenden Abbrüchen der Fahrbahnkanten entgegen zu wirken“, so Bürgermeister Rotermann. Die Kosten hierfür seien nicht zuletzt wegen einer erneuten Förderung durch den Nordwestkreis, eventuell erneut aus dem Topf des ländlichen Wegebaus, überschaubar. „Dabei richtet sich die förderfähige Fahrbahnbreite nach der Bedeutung der Straße und wird durch entsprechende Gutachten untermauert“, heißt es von Kreissprecherin Petra Rappen.

Dieser Ausbau wäre nicht zuletzt wichtig, damit die Busse der Linie 235 diese Straße wieder befahren kann. Die Linien war erst zu Beginn des vergangenen Jahres vom kreiseigenen Unternehmen Nahbus eingerichtet worden – über diese schmale Verbindungsstraße. „Aktuell versorgen wir die Nutzer dieser Strecke aus Gallentin und Bad Kleinen in der Form, dass wir sie von den betreffenden Haltestellen mit einem kleineren Fahrzeug abholen und sie nach Niendorf an der B 106 bringen“, heißt es von Nahbus. Dort können die Reisenden in den eigentlichen Bus, der zwischen Schwerin und Wismar verkehrt, umsteigen.

Ob der Ausbau der Verbindungsstraße kommt, wird derzeit in der Gemeindevertretung Bad Kleinen diskutiert. Immerhin hat die aufgrund des längeren Straßenanteils den erheblich größeren Posten der Kosten zu tragen als der Nachbar Zickhusen.

„Nichtsdestotrotz werden wir in der kommenden Woche die Schäden an unserem Teilstück der Straße beseitigen“, so Maik Triebsch vom Bauamt Lützow-Lübstorf. Den genauen Termin konnte er nicht sagen, der richte sich nach dem Wetter. Auf jeden Fall werde es während der Maßnahme eine Vollsperrung der Straße geben.

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