Schweriner Straßenbau : Straßenbauer stopfen die Löcher

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Ein milder Winter ist für die SDS die beste Zeit für kleinere Reparaturen

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25. Januar 2018, 08:00 Uhr

Streuen und flicken – das sind die Aufgaben der Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen Schwerin (SDS) im Winter. Um größere Straßenbau-Projekte zu starten, sei die Wetterlage zu ungewiss, sagt Axel Klabe, stellvertretender SDS-Werkleiter und zuständig für den Straßendienst. Vor allem auf Gehwegen sieht man die SDS-Trupps deshalb jetzt. Dort wechseln sie Platten aus oder pflastern kleine Stücke neu. Auf den Bürgersteigen der Johannes-R.-Becher-Straße, der Wittenburger Straße, Zum Bahnhof und am Waldfriedhof wurde zuletzt gearbeitet.

Sehr wetterempfindlich und deshalb häufig reparaturbedürftig sind die ungebundenen Straßendecken, zum Beispiel in Lankow Siedlung oder Friedrichsthal. „Hier füllen wir jetzt Auswaschungen auf“, sagt Klabe. „Die Haltbarkeit dieser Straßen ist sehr begrenzt, sie machen viel Arbeit.“

Viel Arbeit macht auch die Ratzeburger Straße. Sie ist ein Dauerbrenner in der Schlagloch-Saison, wurde auch jetzt wieder ausgebessert. Die SDS-Mannschaften stopfen kleinere Löcher mit Kaltmischgut. Sobald der Asphalt heiß sein muss, wird wegen der aufwändigen Technik eine Fremdfirma gerufen. Auch bei den Pflasterarbeiten werden die 17 SDS-Leute bei Bedarf von Externen unterstützt.

350 Kilometer an Wegen und Straßen umfasst das Schweriner Straßennetz, die SDS betreut bis zu 520 Straßen mit einer Fläche von 3,5 Millionen Quadratmetern. Rund sechs Millionen Euro im Jahr umfasst das Straßenerhaltungsbudget, so Klabe.

Das Hauptaugenmerk liegt in dieser Jahreszeit bei den SDS natürlich auf Schnee und Eis. Täglich werden die Wettervorhersagen eingeholt. Auch wenn es nicht geschneit oder stark gefroren hat, werden neuralgische Punkte angesteuert, sagt Klabe. „In Schwerin gibt es interessante Wetterphänome.“

Wenn die Zustände draußen auf den Straßen ruhig sind, wird im Winter auf dem SDS-Betriebshof und den Lagerflächen für Ordnung gesorgt. Im Frühjahr werden dann die restlichen Schlaglöcher gestopft und die Seitenbereiche der Straßen überprüft. Hier wird vor allem geschaut, ob die Entwässerung noch funktioniert, so Klabe.

Die groben Planungen für das kommende Jahr werden ebenfalls im ersten Halbjahr gemacht, um entsprechend Geld in den nächsten Haushalt einzustellen. „Außerdem stimmen wir uns mit den Leitungsträgern ab, damit Straßen oder Gehwege nicht mehrfach aufgerissen werden müssen“, sagt Klabe.

Regen und Sturm machen vielen Plänen aber einen Strich durch die Rechnung. So konnten beispielsweise die Arbeiten an der Brahms- und an der Breitscheidstraße 2017 nicht beendet werden. „Das holen wir jetzt so schnell wie möglich nach“, sagt Klabe.

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