Schwerins Sanierungspläne : Straßen bleiben Dauerbaustellen

Buckelpiste Rogahner Straße: Der Fahrbahnbelag ist marode, der Fußweg nur ein Trampelpfad, ein Radweg fehlt. Das wird sich 2017 ändern.
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Buckelpiste Rogahner Straße: Der Fahrbahnbelag ist marode, der Fußweg nur ein Trampelpfad, ein Radweg fehlt. Das wird sich 2017 ändern.

Die Verwaltung plant Millionenausgaben für die Sanierung von Fahrbahnen und Brücken – Finanzierung meist noch nicht gesichert

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07. Juni 2016, 05:00 Uhr

Das Straßennetz der Landeshauptstadt wird in den kommenden Jahren Dauerbaustelle bleiben. Geht es nach den Plänen der Stadtverwaltung, werden Millionen investiert. Allerdings gibt es noch Unwägbarkeiten.

Derzeit laufen noch Arbeiten in mehreren Straßen. In einigen ist jedoch ein Ende absehbar. So soll die Baustelle Am Grünen Tal Ende Juli fertig sein, ein viertel Jahr früher als geplant. Die Schelfstraße wird Ende August wieder voll befahrbar sein. Die Schleifmühlenbrücke bekommt in diesem Monat ihren Überbau, Ende September, Anfang Oktober wird der Schleifmühlenweg wieder freigegeben. In der Wittenburger Straße wird zwischen Friedensstraße und Reiferbahn noch bis zum Ende des Jahres gebaut.

Im kommenden Jahr geht es dann am Wittenburger Berg weiter. Bis Mitte dieses Monats soll die Entwurfsplanung für die Verlegung der Straßenbahnschienen auf die rechte Seite vorliegen. Dann wird die Stadt einen Fördermittelantrag beim Land stellen. Es zeichnet sich ab, dass die Wittenburger Straße auch 2017 nicht durchgängig befahrbar sein wird.

Die Eisenbahnbrücke in der Wallstraße will die Stadtverwaltung 2018/19 anfassen. Etwa fünf Millionen Euro soll der Neubau kosten. Die Verwaltung hofft auf eine Beteiligung der Deutschen Bahn, weil ein Pfeiler der Brücke zwischen den Gleisen steht. Erste Gespräche zu einer Förderung durch das Land sind gelaufen, bisher ohne Zusage.

Möglicherweise noch in diesem Jahr könnte die Sanierung der Rogahner Straße beginnen. Voraussetzung ist der zeitnahe Erwerb von Grundstücken für den Bau von Rad und Fußwegen. Auf jeden Fall wird die Rogahner 2017 voll gesperrt.

Für 2019/20 plant das städtische Verkehrsmanagement den Ausbau des Obotritenrings zwischen der Einfahrt zum Güterbahnhof bis zur Robert-Beltz-Straße. Allerdings ist immer noch nicht klar, ob nun drei- oder vierspurig ausgebaut wird. Eine Förderung hat das Land signalisiert. Allerdings muss vorher die Rogahner Straße abgerechnet sein.

Der letzte Bauabschnitt der Bergstraße wird Mitte August gestartet. 2017 soll die Straße dann fertig sein.

In Neumühle soll die Straße Am Immensoll saniert werden. Derzeit laufen dafür die Planungen. Ein Bautermin steht noch nicht fest.

Auch in der Innenstadt geht die Buddelei nach dem Willen der Verwaltung weiter. Die Arsenalstraße am Südufer des Pfaffenteiches soll neu gemacht werden. Noch liegen die Verkehrsplaner allerdings über Kreuz mit der Denkmalpflege. Welcher Straßenbelag soll eingebaut werden: Asphalt, geschnittenes Pflaster oder das vorhandene Pflaster? Ein Ergebnis ist noch offen. Das Verkehrsmanagement strebt aber einen Baubeginn im nächsten Jahr an.

Auch der Schlachtermarkt soll endlich saniert werden. Knackpunkt auch hier: die Finanzierung. Eine Städtebauförderung ist nicht möglich, weil der Platz in keinem städtischen Sanierungsgebiet liegt. Ob es Geld aus anderen Töpfen gibt, ist noch unklar. Trotzdem strebt die Verwaltung eine Realisierung 2017 an. Für Autofahrer hat das Ganze einen Pferdefuß. Im nördlichen Bereich des Schlachtermarktes werden wohl 24 Stellplätze wegfallen. Die Stadtplaner suchen nach einem Investor, der hier ein Haus errichtet.

Ein Jahr nach dem Schlachtermarkt – 2018 – soll auch der Große Moor in Ordnung gebracht werden. Hier gilt für die Finanzierung allerdings das gleiche wie für den Schlachtermarkt.

Insgesamt stehen die meisten Straßenbauvorhaben unter dem Vorbehalt, ob das Geld dafür da ist. Und das letzte Wort haben dann die Stadtvertreter mit ihrem Votum zum jeweiligen Finanzplan.

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