Schwerin : Strandhotel verfällt weiter

Das Strandhotel in Zippendorf ist der Schandfleck der Promenade. Der Besitzer hat noch keinen Baubeginn genannt.
Das Strandhotel in Zippendorf ist der Schandfleck der Promenade. Der Besitzer hat noch keinen Baubeginn genannt.

Auch nach fünf Jahren kommen Investor, Ortsbeirat und Verwaltung nicht zusammen

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07. Dezember 2017, 20:45 Uhr

„Die Sicherung des Strandhotels hat für uns oberste Priorität“, sagt Bernd Nottebaum. Der Baudezernent ist sichtlich angespannt bei dem Thema. Er würde gern wieder Gastronomie in der prägnanten Immobilie am Zippendorfer Strand sehen. Doch so richtig voran geht es nicht. Und das seit fast fünf Jahren. Die Bauaufsicht habe jetzt Investor Ulf Heyer Sicherheitsauflagen erteilt: Er müsse Löcher im Dach und Öffnungen in der Fassade stopfen. Und in der kommenden Woche gäbe es noch ein Gespräch mit dem Besitzer des früheren Hotel-Areals.

Noch hält Ulf Heyer aber offenbar an seinem Plan fest, fünfgeschossige Bauten hinter dem Hotel zu errichten. Anders würde sich die Investition für ihn nicht rechnen, hat er stets betont. Doch das trifft weder beim Ortsbeirat noch bei der Bauverwaltung auf Zustimmung. Klar ist dagegen bereits jetzt, dass es keine Aufweichungen der Landschaftsschutzgebietsverordnung geben wird. Das hatte der Investor erhofft, um zwischen Hotel und Crivitzer Chaussee mehr bauen zu können.

Bereits vor dem Sommer waren bei einem gemeinsamen Termin im Stadthaus die unterschiedlichen Standpunkte diskutiert worden, hier war vor allem die Nutzung als Hotel ein wichtiges Thema. Stadtplaner Andreas Thiele berichtete jüngst im Ortsbeirat Zippendorf von den bisher vergeblichen Bemühungen, einen Betreiber für eine eventuelle Hotelnutzung zu finden. Architekt Michael Schnell hatte im Ortsbeirat vorgeschlagen, eine Arbeitsgruppe zu bilden, um voranzukommen. Doch darin sollen offenbar nur er, sein Auftraggeber Heyer und Vertreter des Ortsbeirates diskutieren, so der Vorschlag des Architekten. Es ist unklar, warum die Bauverwaltung als Genehmigungsbehörde in dieser Runde nicht mit am Tisch sitzen soll.

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