Schwerin : Strampeln für die Partnerschaft

Wuppertals Bürgermeisterin Ursula Schulz (4.v.l.) weihte mit Vertretern der Partnerstädte, darunter der Schweriner Roberto Koschmidder (M.), einen Wegweiser zu den Partnerstädten ein.
Wuppertals Bürgermeisterin Ursula Schulz (4.v.l.) weihte mit Vertretern der Partnerstädte, darunter der Schweriner Roberto Koschmidder (M.), einen Wegweiser zu den Partnerstädten ein.

Schweriner radeln 560 Kilometer nach Wuppertal und planen Touren in weitere befreundete Städte

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19. Juni 2018, 08:00 Uhr

Städtepartnerschaften klingen gut, doch sie mit Leben zu füllen, ist nicht so einfach. Die älteste und eine der intensivsten, die Schwerin pflegt, ist die mit Wuppertal. Nicht zuletzt dank der Radfahrer. 2012 radelte eine Gruppe Wuppertaler nach Schwerin und brachte einen Glaspokal mit – mit der Ansage, dies sei ein Wanderpokal, der zurück nach Nordrhein-Westfalen müsse. „Wir nahmen die Herausforderung an, fuhren im folgenden Jahr selbst nach Wuppertal“, erinnert sich Heidrun Lohse, die sich vor wenigen Tagen gemeinsam mit Freunden vom Schweriner Fahrradclub erneut auf den Weg nach Wuppertal machte.

„Radfahren verbindet, so wie Sport überhaupt“, sagt Heidrun Lohse. Für Städtepartnerschaften sei das gemeinsame Radeln deshalb geeignet. So fuhren denn auch 2014 Schweriner und Wuppertaler gemeinsam nach Växjö, 2015 war Pila das Ziel der Mecklenburger. „Es funktioniert hervorragend. Wir werden in unseren Partnerstädten immer sehr freundlich empfangen. Programme sind vorbereitet, wir unternehmen viel gemeinsam“, erzählt die Schweriner Radlerin beeindruckt.

Vor allem die Wuppertaler Freunde seien unglaublich aktiv und herzlich, was die Schweriner vor wenigen Tagen wieder zu spüren bekamen. Unter Führung von Roberto Koschmidder hatte eine 18-köpfige Gruppe die 460 Kilometer nach Wuppertal unter die Pedalen genommen und nach acht Etappen die Partnerstadt erreicht, den Wanderpokal natürlich im Gepäck.

„Wir haben gemeinsam mit unseren Gastgebern und weiteren Delegationen gefeiert“, berichtet Lohse. Der Wuppertaler Verein „Der Grüne Weg – mit dem Fahrrad zur Partnerstadt“ habe sein 20-jähriges Bestehen gefeiert. „Die Wuppertaler machen uns in punkto Städtepartnerschaftspflege viel vor“, sagt sie. Es gab viele herzliche Begegnungen, eine kleine Broschüre und ein Liederbuch der Partner. „Einer der Höhepunkte der Feierlichkeiten war die Enthüllung eines Wegweisers mitten in der Stadt durch Bürgermeisterin Ursula Schulz gemeinsam mit Vertretern der Partnerstädte, der die Richtungen und Entfernungen zu ihnen zeigt“, erzählt Heidrun Lohse.

Wohin die Reise der Schweriner Partnerstadtradler im nächsten Jahr führen wird, steht aber noch nicht fest.


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