Schon jetzt Protestiert : Stralendorfer wollen keine Windkraftanlage

Das soll es nicht geben: Die Stralendorfer Bürgerinitiative hat vorsorglich ihre bedenken für den Bau einer Windkraftanlage angemeldet. In der Gemeinde ist eine Fläche dafür ausgewiesen, aber noch nicht beplant.
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Das soll es nicht geben: Die Stralendorfer Bürgerinitiative hat vorsorglich ihre bedenken für den Bau einer Windkraftanlage angemeldet. In der Gemeinde ist eine Fläche dafür ausgewiesen, aber noch nicht beplant.

Eine Fläche für den Bau ist ausgewiesen, Bürgerinitiative macht schon jetzt gegen einen möglichen Bau mobil

svz.de von
24. März 2014, 12:00 Uhr

Eine Bürgerinitiative „Windkraft – nein danke“ hat sich in Stralendorf gebildet. Mitinitiator und Sprecher Christian Wöhlke: „In unserer Gemeinde ist ein Gebiet als Planungsfläche für Windkraftanlagen ausgewiesen. Diese Fläche befindet sich am Waldgebiet bei den so genannten Schlingen.“ Bislang herrscht für diese Fläche noch kein Planungsrecht. Sie ist lediglich als möglicher Standort ausgewiesen. Das betont Wöhlke. Aber die Bürgerinitiative möchte bereits im Vorfeld Einfluss nehmen und verhindern, dass eine Windkraftanlage in diesem Bereich entsteht. Denn Vertreter eines Windkraftanlagenherstellers und Investoren sollen bereits ihr Interesse bekundet haben, so der Stralendorfer weiter.

„Wir haben hier schon die 380-kV-Leitung, die die Landschaft beeinträchtigt“, so Christian Wöhlke. Wenn noch Windkraftanlagen hinzukämen, stelle dies für die Einwohner ein zusätzliches Problem dar. Als Stichworte nennt er Windgeräusche, Schattenwurf und das Blinken, das alles würde die Lebensqualität der Menschen beeinträchtigen.

Wöhlke: „Wir möchten nicht eines Tages vor vollendete Tatsachen gestellt werden, sondern unsere Bedenken schon frühzeitig artikulieren.“ Daher hat die Bürgerinitiative ihre Bedenken auch dem Landrat des Kreises Ludwigslust-Parchim und dem Regionalen Planungsverband mitgeteilt –vorsorglich. Der Planungsverband Westmecklenburg teilte den Stralendorfern mit, dass bis dato keine konkrete Planungsabsicht für die ausgewiesene Fläche besteht.

Gegen die Nutzung alternativer Energiequellen habe er wie auch viele andere Stralendorfer nichts, betont Wöhlke. Das zeige das Beispiel der Photovoltaikanlage, die auf einem Teil der einstigen Deponie bei Stralendorf gebaut wurde. Errichtet wurde die Anlage von den Schweriner Stadtwerken. Hier habe die Gemeinde ihre Zustimmung erteilt. Das sei ein sinnvolles Projekt, das auf Zustimmung stieß.

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