Kampagne gegen rechts : „Storch Heinar“ in Crivitzer Schule

Stimmung in der Aula der Regionalen Schule: Die Kapelle „Storchkraft“ spielt auf.
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Stimmung in der Aula der Regionalen Schule: Die Kapelle „Storchkraft“ spielt auf.

Anti-Nazi-Initiative will Schülern Mut machen, positive Zeichen für Vielfalt, Toleranz und Freundschaft zu setzen

Der Projekttag gestern an der Regionalen Schule in Crivitz war ein besonderer. In der Anti-Rechts-Kampagne „Storch Heinar“ setzten sich die Acht- bis Zehntklässler mit Themen wie Toleranz, Vielfalt und Freundschaft auseinander. Dazu hatte die Mecklenburger AnStiftung als Veranstalter des Schulprojektes „WarmUp“ – Jugendkultur für Demokratie“ drei Workshops vorbereitet. So ging es beim Thema „Kleider machen Leute“ um die Szenebekleidung und Codes in der rechtsextremistischen Szene. Marken und Logos aus der Modebranche wurden gezeigt und der Zusammenhang von Storch Heinar mit der in rechtsextremen Kreisen beliebten Marke Thor Steinar erklärt. Die jungen Leute erfuhren mehr über rechtsradikale Musik als „Einstiegsdroge für die Ohren“ und beschäftigten sich unter dem Titel „Neonazis im Web“ mit dem Einfluss sozialer Netzwerke.

Mit diesem Projekt und seinem Paten „Storch Heinar“ wolle die Stiftung junge Menschen über wirkliche Motive und scheinbare Verlockungen rechtsextremer Subkultur aufklären und gleichzeitig einladen, für ein fröhliches und vor allem friedliches Miteinander einzutreten, so Dr. Wolf Schmidt, Vorsitzender des Stiftungsrates der Mecklenburger AnStiftung.

Unterstützung bekommt die Stiftung dabei von der satirischen Anti-Nazi-Initiative „Storch Heinar“. 2008 in Mecklenburg-Vorpommern als Projekt gegen die Umtriebe von Neonazis gegründet, soll insbesondere Jugendlichen und Schülern Mut gemacht werden, selbst ein positives Zeichen für Vielfalt und Toleranz zu setzen.

Während eines kleines Schulfestes spielte die Kapelle „Storchkraft“. Die Schüler erhielten zudem ihr eigenes „Botschafter für die Demokratie“-Shirt. Der Stiftung sei es wichtig, so betonte Julian Barlen von der Initiative „Storch Heinar“, längerfristig mit den Schulen in Kontakt zu bleiben.

Die gestrige Veranstaltung bildete den Abschluss einer Projektwoche, informierte Schulleiter Dr. Egbert Dähn. In den Tagen zuvor lernten die Schüler altes Handwerk kennen. Dazu war die Töpferin Iris Thees aus Matzlow eingeladen. Die Schüler besuchten einen Steinmetz und die Crivitzer Korbflechterei in der Werkstatt des Diakoniewerks Neues Ufer Rampe. Die Achtklässler machten sich bei der Polizeidirektion mit Aufgaben der Prävention im Bereich Jugendkriminalität vertraut.

Tradition hat inzwischen das Schlachtefest der Crivitzer Schule. Dabei wurde ein Hausschwein zu Wurst verarbeitet. Der Schulförderverein wird sie beim Weihnachtsmarkt in der Stadt anbieten. Für die Unterstützung des Schlachtefest es dankt der Schulleiter Landwirt Jan Nico Hagge und der Fleischerei Michelsen.

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